1. Eignungstest für Einsätze bestanden

    Mit Ehrgeiz und viel Elan zur Leistungsspange

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    Oerlinghausen (kd). Die Leistungsspange ist die höchste Auszeichnung der Jugendfeuerwehr. Sie krönt die Laufbahn, bevor der Nachwuchs in die Einsatzabteilung wechselt. Am vergangenen Samstag kamen in Oerlinghausen 350 Jugendliche aus 38 nordrhein-westfälischen Orten in Oerlinghausen zusammen, um die Prüfungen für den Erhalt der Leistungsspange abzulegen. Es war eine Premiere: Im Auftrag des Landesverbandes lag die Organisation in den Händen der Jugendwehren Oerlinghausen und Helpup. "Die Kinder sind überraschend schnell", stellte Björn Biesemeier aus Lügde fest. Gemeinsam mit drei weiteren Kameraden war er als Schiedsrichter beim Staffellauf auf dem Sportplatz des Niklas-Luhmann-Gymnasiums eingesetzt. Die jeweils neunköpfigen Teams mussten insgesamt 1.500 Meter zurücklegen. "Wie viel dann jeder läuft, legt jede Gruppe selbst fest." Biesemeier berichtete von einem Jungen mit einer Gehbehinderung. Auch er ist an den Start gegangen, allerdings übergab er den Stab bereits nach wenigen Metern wieder. "Das ist doch eine gute Lösung", meinte Biesemeier. "So wird niemand zurückgesetzt, und letztlich wird sowieso nur die Teamleistung bewertet." Beim Laufen und Kugelstoßen sind die Jungfeuerwehrleute vielfach über sich selbst hinausgewachsen. "Bei diesen Aufgaben können sie Sportkleidung tragen, das ist doch sehr entspannend", meinte Biesemeier. "Die Leistungsspange soll Prüfstein und Auszeichnung für junge Menschen sein, die sich schon frühzeitig als Einzelne in eine Gemeinschaft und ihre Ordnung einfügen, in ihr Verantwortung und Pflichten übernehmen und sich zur praktischen Hilfstätigkeit am Mitmenschen vorbereiten", heißt es in den Richtlinien. Dazu müssen auch feuerwehrtechnische Fragen beantwortet und ein Löschangriff vorgetragen werden. Bei anderen Prüfungsteilen war dann wieder der blaue Dienstdrillich vorgeschrieben. So mussten über eine Strecke von 75 Metern mehrere Schläuche ausgerollt und miteinander verbunden werden. Der Gruppenführer folgte seinen Kameraden, um die verdrehten Schläuche zu entwirren. Innerhalb von 75 Sekunden mussten die Teams die Aufgabe erledigt haben. An fünf Orten wurden in diesem Jahr die Prüfungen an unterschiedlichen Terminen abgenommen. Eine Gruppe aus dem münsterländischen Borken benötigte zwei Stunden für die Fahrt nach Oerlinghausen, das Team aus Wesel nahm sogar ein zweieinhalbstündige Fahrt auf sich. "Der Termin passte uns einfach am besten", meinte Stadtjugendwart Jörg Deppermann. Seit April haben sich die Jugendlichen bereits auf die einzelnen Disziplinen vorbereitet. "Geübt haben wir genug, ich bin ganz zuversichtlich, dass sich die Fahrt gelohnt hat", sagte er. Die Gastgeber hatten sich etwas Besonderes einfallen lassen: Sie praktizierten eine Zusammenarbeit über Gemeindegrenzen hinaus und bildeten gemeinsam mit der Jugendwehr Leopoldshöhe zwei gemischte Neuner-Teams. Der Einsatz hat sich gelohnt. Am Ende konnten alle Jugendlichen die begehrte Leistungsspange entgegennehmen.

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