1. Anderen zeigen, was zu zeigen ist

    Tag des offenen Denkmals lockt auswärtige Besucher nach Rehburg-Loccum / Abwechslungsreich und spannend

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    REHBURG-LOCCUM (jan). Einen Schwerpunkt setzt der Landkreis in jedem Jahr zum Tag des offenen Denkmals. Dieses Mal ist dieser Schwerpunkt auf Rehburg-Loccum gelegt worden. Mit Führungen an vielen Orten, mit Vorführungen und Denkmälern, die zur Besichtigung offen standen, hat die Stadt sich präsentiert.

    "Das war gut", meinte Rehburg-Loccums Bürgermeister Martin Franke, als er nach rund fünfstündiger Radtour wieder in Rehburg gelandet war. Eine Radtour mit vielen Anlaufpunkten hatte zu dem Programm des Tages gehört, zu der sich rund 20 Radler auf den Weg gemacht hatten. Franke freute dabei besonders, dass nahezu alle Mitfahrenden keine Rehburg-Loccumer waren. Nicht nur sich untereinander zeigen, was zu zeigen ist, sondern dieses auch weiter verbreiten, ist schließlich ein Ansatz solcher Tage wie dem des "Offenen Denkmals". Allerhand Bekanntes und Bewährtes gab es unterdessen nicht nur während der Fahrradtour zu sehen. Führungen durch das Kloster und Spaziergänge mit den Gästeführern in Rehburg, Münchehagen und Bad Rehburg waren enthalten. Das Ehepaar Sieben führte in seinem Web- und Textilmuseum das Weben auf sehr unterschiedliche Arten vor und im Rehburger Bürger- und Heimatmuseum traf es sich gut, dass der zugehörige Verein ohnehin für diesen Tag etliche Aktionen geplant hatte. Ein Denkmal im eigentlichen Sinne war mit dem Barbier-Pavillon als gelungenes Beispiel von fruchtbarer Zusammenarbeit von Denkmalschutzbehörde und Eigentümer geöffnet. I nteresse fanden auch die Besichtigungen des alten "Kurhauses Lohr" in Bad Rehburg und die Klosterruine Asbeke bei Rehburg – wenngleich sich dort nicht zu jeder der drei angesetzten Führungen Gäste einfanden. In Münchehagen hatten sich Ehrenamtliche, Dino-Park und die Firma Wesling stark gemacht: im Steinbruch von Wesling zeigten sie nicht nur, wie ein riesiger Sandsteinblock gespalten wird, sondern führten auch die jüngst entdeckten neuen Dinosaurierfährten vor. Belohnt wurde die Mühe durch viele Besucher, die sich nicht scheuten, ihre Schuhe in dem Steinbruch schmutzig zu machen. Während in Bad Rehburg auf der Terrasse der Kuranlage Mariette Hoppe ihrer Harfe schöne Klänge entlockte, erzählte Ernst Brunschön auf dem jüdischen Friedhof von Bestattungsritualen und der Geschichte dieser Ruhestätte. Abwechslungsreich, mit vielen Aspekten der Geschichte Rehburg-Loccums, mit hohem Engagement von Ehren- und Hauptamtlichen und mit vielen Besuchern ist der Tag des offenen Denkmals in Rehburg-Loccum nicht nur vom Bürgermeister als gelungen angesehen worden. Eine Bildergalerie zum Tag des offenen Denkmals ist auf www.rehburg-loccum.de frei geschaltet worden. Foto: jan

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