Horn-Bad Meinberg (cp). Die Bürgermeisterwahl in Horn-Bad Meinberg hat keinen eindeutigen Sieger ergeben. In anderthalb Wochen müssen die Wahlberechtigten erneut zur Urne schreiten, um bei der Stichwahl ihre Stimme an Stefan Rother oder Matthias Engel zu vergeben. Viele Interessierte verfolgten im gut gefüllten Rathaussaal das Kopf-Kopf-Rennen von Rother und Engel. Das gespannte Stimmengewirr legte sich erst, als Bürgermeister und Wahleiter Eberhard Block schließlich das amtliche Ergebnis verkündete: 42,78 Prozent der Horn-Bad Meinberger hatten im ersten Wahlgang für den parteilosen Stefan Rother votiert, der von CDU, Grünen Linken und FDP unterstützt wird. SPD-Mann Matthias Engel wollten 41,68 Prozent der Wähler auf dem Chefsessel des Rathauses sehen – ein Unterschied von gerade einmal 80 Stimmen. Das stärkste Ergebnis erzielte Rother in Heesten mit 61,4 Prozent, Engel hatte in der Grundschule Belle mit 57,28 Prozent die meisten Wähler auf seiner Seite. Eine Überraschung war der knappe Ausgang nach eigenem Bekunden für keinen der beiden Kandidaten. "Es hat mich unglaublich gefreut, dass wir das stärkste Ergebnis erzielt haben. Für den kurzen Wahlkampf ist das ein tolles Ergebnis, wir haben viel erreicht. Alle Fraktionen haben gelernt, dass es hier nicht um Parteien geht, und wie gut man bei Sachthemen zusammenarbeiten kann", erklärte Stefan Rother. "Bei drei Kandidaten ist eine Stichwahl normal", betonte Matthias Engel. Das Ergebnis habe ihn nicht enttäuscht, sondern gebe ihm Rückenwind. "Vier Parteien haben es jetzt nicht geschafft, und sie werden es auch in 14 Tagen nicht schaffen", gab er sich zuversichtlich. Leere Versprechungen udn Parteienklüngel werde es bei ihm auch zukünftig nicht geben. Für große Augen sorgte das Ergebnis des dritten Mitbewerbers Norbert Hennemann, dessen Wähler dafür sorgten, dass weder Rother noch Engel sich die absolute M;ehrheit sichern konnte: Der parteilose Einzelkämpfer erreichte satte 15,54 Prozent der Stimmen. In den Stimmbezirken seines Heimatdorfes Leopoldstal sprachen sich sogar 29,84 beziehungsweise 26,9 Prozent für Hennemann als Bürgermeister aus. "Ich wollte den Horn-Bad Meinbergern eine Alternative geben. Die haben 15 Prozent genutzt, da bin ich stolz drauf. Vielen Dank an meine Wähler", resümierte er sichtlich zufrieden und kündigte an, sich auch weiterhin politisch zu engagieren. Hennemanns Wähler könnten bei der Stichwahl nun das sprichwörtliche "Zünglein an der Waage sein". Wenig Begeisterung rief die Wahlbeteiligung hervor: Nur 45,73 Prozent der wahlberechtigten Horn-Bad Meinberger nahmen den Weg ins Wahllokal auf sich – im Stimmbezirk 111 (Hotel zum Stern) in Bad Meinberg waren es sogar gerade einmal 19,88 Prozent. "Sehr bedenklich" fand Stefan Rother die Beteiligung. "Auch der Gesetzgeber hat durch das Auseinanderreißen der Wahlen zu der geringen Wahlbeteiligung beigetragen", kritisierte Bürgermeister Eberhard Block, der für die Stichwahl einen weiteren Rückgang befürchtete. Matthias Engel machte deutlich: "Wir müssen allen Wahlberechtigten klar machen, was für eine wichtige Entscheidung hier ansteht."
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Wähler müssen erneut zur Urne
Stichwahl zwischen Rother und Engel am 27. September
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