1. Unikate begeistern die Besucher

    Viel los beim 42. Detmolder Kunst- und Handwerkermarkt

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    Detmold (pro). Mit sicherer Hand setzte Kurt Hagedorn, freischaffender Künstler, die Flamme ein letztes Mal ans Metall an – fertig war das Unikat, das er direkt im Detmolder Schlosspark für eine Kundin umgearbeitet hat. Hagedorn ist einer von rund Hundert Ausstellerinnen und Ausstellern, die am 12. und 13. September dem 42. Kunst- und Handwerkermarkt seine ganz eigene Atmosphäre schenkten. Eingebettet in die Detmolder Kunsttage, die noch bis zum 18. September als Ausstellung "Kunstmaschinen – bewegte Objekte, poetische Automaten" in der Stadthalle zu besuchen sind, lockte der unter freiem Himmel angeschlossene Markt die Massen durch den Park: "Wir sehen hier permanenten Durchlauf", bemerkte Anja Kleinsorge, Vorstandsmitglied des Vereins Kunstmarkt Detmold, zufrieden. Passend zum Titelslogan und dem Stichwort "angetrieben" flanierten im Laufe des Samstags Tausende Besucher über die Wege – kein Stand, vor dem sich nicht wenigstens ein Besucher aufhielt. Im Gespräch mit verschiedenen Künstlern und Stammgästen des Marktes wurde dabei besonders eines deutlich: "Die Qualität der Produkte, die Stimmung, der ganze Markt – darauf kann Detmold wirklich stolz sein!", beharrt Steve Tomashek, Hersteller von Miniatur-Schnitzarbeiten, auf den individuellen Charakter der Veranstaltung. Tomashek, gebürtig aus Winona, Minnesota in den Vereinigten Staaten und gegenwärtig in Brandenburg heimisch, blieb einst der Liebe wegen in Deutschland und vertreibt seine Kunst nun bundesweit auf Märkten dieser Art: "In Detmold sind die Leute sehr offen für meine Arbeiten und verstehen den Humor dahinter". An seiner Stellwand präsentierte er Schaukästen mit Nilpferden, Zebras und auch hier heimischen Tieren von wenigen Millimetern Größe. Einige Meter weiter hatten sich Gudrun Rehmann und Lydia Steiger mit ihrem Thema "Alltag im Vollzug" platziert. Zusammen seien sie bereits zum 13. Mal dabei, erzählte Lydia Steiger. Gudrun Rehmann ist mit dem Projekt bereits zum 25. Mal vor Ort gewesen, das sich mit seinem Erlös gezielt für Gefangenenbetreuung einsetzt. Viele Aussteller gehören schon zu den alten Hasen, wie man im Gespräch im Laufe des Nachmittags herausfinden konnte. Kaum jemand, der nicht wenigstens zum zweiten Mal dabei gewesen ist. Was wäre jedoch eine Kunstveranstaltung ohne Musik, die an beiden Tagen direkt neben der Stadthalle zum Ausruhen und Lauschen einlud: Am Samstag gab das Bandprojekt "Cover in Art" der Realschule Lemgo zuerst eigene Songs und namensgerecht Coverversionen bekannter Hits zum Besten, bis Bandmentor Philipp Meyer, selbst als "Phil Solo" der Musik verschrieben, Songs aus seinem Repertoire erklingen ließ. In seiner Programmpause fand er lobende Worte für die Mitglieder von "Cover in Art", die über die eigene Schulzeit hinaus weiter beständen. Er selbst plane, 2016 sein zweites Soloalbum "Phil Harmonie" zu veröffentlichen. Ein "ausgeliehenes" Stück von Philipp Poisel, das er textlich dem Ort seines Auftritts anpasste, fing die Stimmung unter den Gästen in der Summe passend ein: "Ich bin froh, hier auf dem Schlossplatz mit Euch dabei zu sein!"

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