Bad Salzuflen (dib). Der Geschäftsführer von "awb", Uwe Dorn, und Staatsbad-Geschäftsführer Stefan Krieger haben vor einigen Tagen eine Neuheit auf dem Kurparksee vorgestellt: Als Alternative zu den historischen Ruderbooten ein Tretboot, das bis zu vier Personen Platz bietet. Gebaut wurde das neue Gefährt in den Räumen des awb am Kiliansweg als Projektarbeit im Rahmen einer Weiterbildungsmaßnahme. Die Schwimmer bestehen aus Plastikrohr, gefüllt mit Styropor, das Schaufelrad entstand aus alten Metallstuhlbeinen, der Tretantrieb und die Steuerung wurden in Eigenbau hergestellt und für den Rest wurde sehr viel Recyclingmaterial verwendet. "Wir haben lange im Internet nach Bildern historischer Tretboote gesucht, aber nur ein Ölgemälde gefunden, an das wir uns mit unserer Konstruktion angleichen konnten", sagte Dorn bei der Vorstellung des Bootes. "Die Planungen hatten bereits etwa ein halbes Jahr vor der Saisoneröffnung 2015 begonnen. Wir haben das Boot mehrfach auseinandergenommen und zusammengesetzt, bis wir mit den Fahreigenschaften zufrieden waren und mussten die Schaufelflächen verkleinern, weil sich der Antrieb zunächst nur sehr schwer treten ließ. Jetzt erfüllt es seinen Zweck vollauf, obwohl es mit vier Erwachsenen besetzt etwas hecklastig ist. Aber trotzdem ist es sicher." Die Feuertaufe hat das Boot beim Mondscheinrudern am 21. August bestanden, "und das Boot wird von den Gästen sehr gut angenommen", erklärt Jörg Ballenthin vom Bootsverleih. Die Leihgebühr beträgt wie bei den Booten für 20 Minuten drei Euro pro Boot. "Und nicht pro Person, wie oft angenommen wird", sagt der awb-Geschäftsführer. Weil das Boot noch ohne Namen ist, sucht der awb jetzt Vorschläge. "Es sind zwar bereits einige bei uns eingegangen, doch wir hoffen noch auf viele weitere", so Dorn. Namensvorschläge können direkt beim awb unter Telefon (05222) 81518 eingereicht werden. Beim Anrudern der Saison 2016 im kommenden April soll dann der Gewinner prämiert werden. Dorn und Krieger können sich vorstellen, noch ein zweites Tretboot bauen zu lassen. "Mit dickeren Plastikrohren, um etwas mehr Auftrieb zu bekommen, damit dann auch Rollstuhlfahrer ungefährdet mit ihrem Rolli auf das Boot fahren können," sagt Dorn.
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Treten statt Rudern
Kurdirektor und Uwe Dorn (awb) stellen Alternative vor
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