Lemgo (nr). Ohne große Überraschungen ist die Wahl des Bürgermeisters in Lemgo verlaufen. Mit fast 60 Prozent der Wählerstimmen wird Dr. Reiner Austermann (CDU) auch für die nächsten fünf Jahre Bürgermeister der Alten Hansestadt Lemgo bleiben. Am Ende waren es 59,56 Prozent (9233 Stimmen), die Dr. Austermann für sich verbuchen konnte. Damit geht er in seine inzwischen vierte Amtszeit. Mit 35,05 Prozent (5434 Stimmen) lag Torsten Buncher (SPD) deutlich hinter den Erwartungen von Rot/Grün zurück. Christian Woelk (Piraten) erreichte 5,39 Prozent (835 Stimmen). So deutliche Zahlen hatte Dr. Austermann dann doch nicht erwartet: "Natürlich freue ich mich über das Ergebnis", erklärte er, "aber mit einem so großen Abstand haben wir alle nicht gerechnet." Der deutliche Vorsprung hatte sich schon schnell am Abend abgezeichnet. Torsten Buncher zeigte sich weniger enttäuscht über die Niederlage, als über die äußerst geringe Wahlbeteiligung. "Die Wahlmüdigkeit ist schon sehr bitter in den 22 Lemgoer Stimmbezirken", betonte er. Auch Dr. Austermann war von einer etwas höheren Wahlbeteiligung ausgegangen: "Es war uns im Vorfeld schon klar, dass die Wahlbeteiligung recht gering ausfallen würde, aber auch mit diesen Zahlen hatte wohl niemand gerechnet." Der Wahlkampf hatte vielfach die Erwartungen an eine Stichwahl geweckt, umso größer war dann die Enttäuschung von Seiten der SPD. Beide Spitzenkandidaten hatten im Vorfeld betont, dass ein Angreifen auf persönlicher Ebene zu keiner Zeit Thema im Wahlkampf war. "Der Wahlkampf war hart, aber fair", sagte Torsten Buncher. "Letztendlich geht ein Wahlkampf aber auch physisch sehr an die Substanz." Von Seiten der SPD lag das schlechte Abschneiden nicht am Kandidaten Buncher, sondern an dem Wahlkampf an sich. Unterschiedliche Meinungen und Herangehensweisen an diverse Themen seien für den Wähler verloren gegangen, war auf breiter Front am Abend zu hören. Christian Woelk sieht das Ergebnis für Piraten und Die Linke recht gelassen: "Wir sind von einem Ergebnis zwischen fünf und sechs Prozent ausgegangen und das haben wir erreicht." Für ihn zeigt die Wahlbeteiligung von nur 47 Prozent allerdings auch keine deutliche politische Ausrichtung im Meinungsbild der Stadt.
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Reiner Austermann bleibt im Amt
Wahlbeteiligung bleibt auch in Lemgo weit hinter den Erwartungen zurück
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