Leopoldshöhe (kd). Am Montag, 21. September, zeigt Leos Kino den französischen Komödienerfolg "Monsieur Claude und seine Töchter" von 2014. "Was haben wir dem lieben Gott nur getan? " So lautet übersetzt der Originaltitel. Der äußerst konservative und national-bewusste Monsieur Claude hat vier Töchter. Drei davon sind bereits verheiratet. Dass ein Ehemann Jude ist, der zweite Muslim und der dritte arabischer Abstammung, sollte im 21. Jahrhundert nun wirklich nicht verwundern, doch für Claude und seine Frau Marie ist es das keineswegs. Keiner der drei passt in das nationalistisch-katholische Weltbild Claudes. Die Freude der Eltern ist daher riesig, als die jüngste Tochter Laure ihren Eltern eröffnet, einen Katholiken zu heiraten. Doch auch das passt letztlich nicht in Claudes kleine Welt: Ehemann Charles hat für Claude die falsche Hautfarbe. Bei der Weihnachtsfeier der Familie ist das Chaos perfekt. Kann man über Rassismus Witze machen? Der Film geht dieser Frage elegant aus dem Weg. Nicht nur Titelfigur Claude gibt sich seinen Vorurteilen hin, auch die vier Ehemänner und Charles Vater leben Ressentiments offen aus. Was auf den ersten Blick wie ein ernstes Sozialdrama wirken könnte, wird durch das Stilmittel der Übertreibung aber zur Komödie. Menschliche Schwächen, tradierte Vorurteile und bornierte Einstellungen werden so gekonnt auf die Spitze getrieben. Der Film läuft im kommunalen Kino am Montag, 21. September, ab 19.30 Uhr im Familienzentrum Leos, Schulstraße 33. Einlass ab 19 Uhr. Es gibt zwar ein Kartenkontingent an der Abendkasse, doch wird dringend empfohlen, Karten unter leos-kino@gmx.de vorzubestellen. Der Eintritt beträgt 4,50 Euro.
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In Leos Kino
Filmkomödie über Vorurteile
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