Detmold (ab). Frische Brötchen, Tee und Kaffee, dazu Musik und reger Austausch – nach der überaus erfolgreichen Premiere im vergangenen Jahr veranstaltet die Bürgerstiftung Detmold ihr zweites Bürgerfrühstück an der Ameide am kommenden Samstag, 19. September, von 11 bis 15 Uhr. Jeder kann mitmachen, eine Anmeldung ist nicht nötig. Die 150 Sitzplätze waren im vergangenen Jahr durchgehend gut belegt, erinnert sich Peter-Uwe Witt, Vorsitzender der Bürgerstiftung und hofft auf ebenso große Resonanz in diesem Jahr. Jeder bringt mit, was er zum Frühstück am liebsten mag – man kommt ins Gespräch, und tauscht untereinander. Auch wer nichts mitbringt, muss nicht hungern, denn es werden auch belegte Brötchen zum Selbstkostenpreis verkauft. Die gibt es wieder von der Bäckerei Biere. Auch Kaffee und Tee werden angeboten. Mit dem Verkaufserlös soll eine Gehörlosenschule in Afrika unterstützt werden. Diesmal ist nämlich auch der Detmolder Gehörlosen-Stammtisch mit dabei. Bisher hat Organisatorin Nejla Stranghöner ihren "Tag der Gehörlosen" alljährlich alleine an der Ameide gestaltet. Unterstützt wurde sie von Bürgermeister Rainer Heller und Stefan Fenneker, dem städtischen Integrationsbeauftragten. Nun tut sie sich mit der Bürgerstiftung zusammen, so dass beide ein großes Publikum ansprechen. "Das ist gelebte Inklusion", sagt Stranghöner. Sie selbst und Mitglieder des türkischen Kulturvereins steuern frisch gebackenem Lahmacun und Börek bei, dazu gibt es selbstgemachte Dips. Genossen wird am Samstag mit allen Sinnen. Wie zur Premiere gibt es ein Unterhaltungsprogramm mit Musik. Gespannt sein darf man auf den Auftritt einer Bauchtänzerin – elegant bewegt sie sich zur Musik, obwohl sie selber gehörlos ist. Erneut mit dabei ist "Dr. Martins Swingband". Kinder können sich schminken lassen und auf der Hüpfburg toben und beim "Glücksrad" Preise gewinnen. Außerdem haben sie während des Bürgerfrühstücks freien Eintritt im Landesmuseum. Als er 2004 als Bürgermeister aufgehört hatte, wollte sich Friedrich Brakemeier weiterhin engagieren und das Ehrenamt fördern. Damals gründete er die Bürgerstiftung. Die hat heute rund 300 Mitglieder, die in der Ehrenamtlichen Freiwilligenagentur (EFA) gut 50.000 Stunden ehrenamtliche Arbeit jährlich leisten – vor allem in der Sprachförderung, in der Ausbildung von Sozialpaten aber auch im Bereich von Menschen mit Behinderung und für Senioren. Derzeit engagieren sich EFA-Mitarbeiter verstärkt in der Flüchtlingshilfe.
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Detmolder frühstücken wieder auf der Ameide
Veranstaltung der Bürgerstiftung und des Gehörlosenstammtischs am Samstag
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