Bad Salzuflen (la). Sage und schreibe: unglaubliche 74 Jahre alt ist er inzwischen, doch da seine Spielfreude ungebrochen ist, erreicht seine Beliebtheit beim Theaterpublikum Höchstwerte: Herbert Herrmann. Jetzt kommt er mit seiner Lebensgefährtin Nora von Collande in der Komödie "Anderthalb Stunden zu spät" am Freitag, 18. September, um 19.30 Uhr ins Kur- und Stadttheater an der Parkstraße. In der Inszenierung der beiden Protagonisten für die "Komödie am Kurfürstendamm" in Berlin führt Herbert Herrmann selbst Regie. Karten im Vorverkauf zu 16 bis 29 Euro gibt es an der Theaterkasse der Kurverwaltung, Telefon 05222/952909, und bei der Bürgerberatung im Rathaus an der Rudolph-Brandes-Allee. Zum Stück: Pierre und Laurence – seit mehr als 20 Jahren verheiratet – sind zum Abendessen bei Freunden eingeladen. Pierre wartet schon seit einer Viertelstunde darauf, dass seine Frau endlich fertig wird. Doch im letzten Moment beschließt sie, dass sie keine Lust mehr hat, mitzukommen. Denn sie will endlich einmal reden: Über sich, ihn, die Kinder und über ihre Beziehung. Aber vor allem möchte Laurence über die vielen gemeinsamen Jahre reden und über das, was vor ihnen liegt – der Ruhestand! Auf sehr humorvolle Weise sezieren die Autoren die Wünsche und Nöte dieses liebevollen "Vorruhestandspaares" - und je länger das Gespräch der beiden dauert, desto emotionaler und bewegender wird es. Alte Gewissheiten geraten ins Wanken und völlig neue Horizonte tun sich auf. Und so kommen Pierre und Laurence viel zu spät: Anderthalb Stunden. Nach einer abgeschlossenen Lehre als Schriftsetzer nahm Herbert Herrmann Schauspielunterricht und erhielt seine ersten Engagements in Zürich und Bern. Gastauftritte führten ihn an renommierte Theater in Berlin, München, Hamburg, Düsseldorf, Stuttgart und Berlin. Außerdem unternahm und unternimmt er Tourneen. Herrmann ist seit 1973 in Fernsehproduktionen zu sehen. Populär wurde er vor allem durch seine Rolle in den Fernsehserien "Drei sind einer zuviel" (1976) und "Ich heirate eine Familie" (1983 bis 1986). Nora von Collande absolvierte ihre Schauspielausbildung bei Else Bongers in Berlin, lernte Tanz an der Tanzakademie Berlin und Gesang in München. Sie war an vielen Bühnen engagiert, spielte zunächst in klassischen Stücken und danach auch Komödien mit ihrem späteren Lebensgefährten Herbert Herrmann. Sie wirkte in zahlreichen Fernsehserien wie "Tatort", "Praxis Bülowbogen", "Marienhof" oder "SOKO 5113" mit. Ihre bekannteste Fernsehrolle hatte sie von 1993 bis 2002 in der ZDF-Serie "Forsthaus Falkenau".
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Anderthalb Stunden zu spät
Komödie mit Herbert Herrmann und Nora von Collande
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