WUNSTORF (tau). Die Stadt Wunstorf hat aufgrund der angespannten Flüchtlingssituation in den letzten 20 Monaten mehrere Hundert Menschen aufgenommen. Das ist dank der Bereitschaft privater und gewerblicher Wohnungseigentümer aus dem gesamten Stadtgebiet reibungslos gelungen. Fast 100 Wohnungen haben diese zur Verfügung gestellt. In ihnen leben vor allem kleine Familien und Einzelpersonen.
Nach den Meldungen der letzten Tage, wonach die Zahl der Flüchtlinge weiter zunehmen wird, steigt auch die Hilfsbereitschaft unter den Wunstorfer Bürgern. Die Verwaltung ist mittlerweile zu einer Art Drehscheibe geworden. Viele Anrufe aus der Bevölkerung erreichen die Mitarbeiter. "Darauf waren wir nicht vorbereitet", räumt der Leiter des Baudezernats Andreas Varnholt ein. Intern werde deshalb darüber nachgedacht, eine Arbeitsgruppe einzurichten. Es komme nun darauf an, alle Hilfsangebote zu koordinieren und in vernünftige Bahnen zu lenken. Eins ist aber sicher: "Wir werden in den kommenden Monaten zaubern müssen", so Varnholt. Die Verwaltung rechnet damit, auch über den Januar hinaus Flüchtlinge aufnehmen zu müssen. "Es wird in dieser Dynamik weitergehen", ist sich Varnholt sicher. Neben dem Vion-Gebäude werden deshalb auch die städtischen Grundstücke in Kolenfeld (Kanalstraße), Mesmerode (An den Auewiesen) und Wunstorf (Rudolf-Harbig-Straße) wieder verstärkt in den Blick genommen.