1. Weitere Plätze für Asylsuchende benötigt

    Bezirksregierung Detmold bittet Kreise in Ostwestfalen-Lippe um Amtshilfe

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    Detmold . Regierungspräsidentin Marianne Thomann-Stahl hat die Landräte der sechs Kreise im Regierungsbezirk Detmold um Amtshilfe gebeten: Die Kreise sollen in eigener Verantwortung Unterbringungsplätze für Asylsuchende zur Verfügung stellen. So sollen die Menschen aufgenommen werden können, die vor allem aus Richtung Ungarn auf dem Weg in die Bundesrepublik unterwegs sind. "Wir haben uns darauf verständigt, gemeinsam die Herausforderung zu stemmen, diese Menschen vor der Obdachlosigkeit zu bewahren", sagt Regierungspräsidentin Marianne Thomann-Stahl. "Für die Unterstützung durch die Landräte bin ich sehr dankbar, zumal es darum geht, dass die Kreise die Einrichtungen in Amtshilfe betreiben." Besonders freue sich die Regierungspräsidentin über das große Engagement, das sie in Kommunalverwaltungen, in der Politik, bei Hilfsorganisationen und vor allem bei den vielen ehrenamtlichen Helfern in der Region vorfinde. "Es zeigt sich jeden Tag, dass sich die Bürger Ostwestfalen-Lippes enorm dafür einsetzen, den hier ankommenden Menschen eine würdige Bleibe zu schaffen." In OWL gibt es 20 Landeseinrichtungen für Asylsuchende: Die Erstaufnahmeeinrichtung in Bielefeld mit 1.600 Menschen, fünf Zentrale Unterbringungseinrichtungen mit 2.600 Menschen und 14 Notunterkünfte mit 4.000 Menschen. Insgesamt sind etwa 8.200 Asylsuchende in den Landeseinrichtungen der Region beherbergt (Stand: Dienstag, 8. September). Die Bezirksregierung ist zuständig für die Notunterkünfte in OWL. Sie betreibt fünf dieser Einrichtungen, neun werden von Kommunen in Amtshilfe betrieben. 1.000 Plätze 
am Wochenende Da am vergangenen Wochenende verstärkt Asylsuchende aus Richtung Ungarn in der Region ankamen, hatte die Bezirksregierung bereits von Samstag bis Dienstag knapp 1.000 Plätze organisiert: 500 im Polizei-Bildungszentrum in Schloß Holte-Stukenbrock, 200 in der Notunterkunft Harewood-Kaserne in Herford, 150 in der Unterbringungseinrichtung für Ausreisepflichtige in Büren und 120 in Rheda-Wiedenbrück. Nach einem Aufruf von NRW-Innenminister Ralf Jäger ist der Krisenstab der Bezirksregierung seit Montagmorgen aktiv, um schnellstmöglich weitere Unterbringungsplätze zu schaffen. Bereits vor der Aktivierung des Krisenstabs hatte sich ist eine Arbeitsgruppe der Bezirksregierung seit mehreren Wochen damit befasst, die Unterbringung von Asylsuchenden im Regierungsbezirk zu organisieren. Der Übergang von dieser Arbeitsgruppe in den Krisenstab erhöht nun noch einmal die Geschwindigkeit, mit dem die Bezirksregierung auf die aktuellen Herausforderungen eingehen kann. Das NRW-Innenministerium rechnet für diese Woche mit insgesamt 14.000 weiteren Menschen, die in Nordrhein-Westfalen ankommen. Davon sollen 2.000 in Ostwestfalen-Lippe untergebracht werden.

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