1. Weerth-Schule und Kitas kooperieren

    Der Übergang vom Kindergarten in die Grundschule soll erleichtert werden

    Dieser Eintrag wird bereitgestellt durch Schaumburger Wochenblatt | Impressum

    Detmold (ab). Um Kindern den Übergang vom Kindergarten in die Grundschule zu erleichtern, arbeiten das Bildungshaus Weerth-Schule und vier Kindertagesstätten zusammen. Ihre Partnerschaft haben sie nun offiziell besiegelt und einen entsprechenden Kooperationsvertrag geschlossen. Das darin festgelegte gemeinsame pädagogische Konzept entwickeln die beteiligten Einrichtungen – neben der Weerth-Schule sind das die Kitas Hohenloh, Herberhausen, "Wundertüte", und "Rolli Raupe"– seit gut zwei Jahren gemeinsam. Ziel ist, einen fließenden Übergang zur Schule zu erreichen, erklärte Iris Hansmann, Rektorin der Weert-Schule. Am Tag ihrer Einschulung haben die Kinder dann nicht mehr das Gefühl, etwas völlig Neues, einen fremden Ort zu betreten. Im Rahmen der Kooperation lernen die älteren Kindergartenkinder die Grundschule, deren Lehrer und Schüler bereits gut kennen. Etwa bei gemeinsamen Lese- und Forschungsprojekten in gemischten Gruppen mit Grundschülern. "Die Kinder fühlen sich sicher, weil sie es schon kennen", sagt Andrea Hartlieb von der Kita Herberhausen. Die unterschiedlichen gemeinsamen Projekte und Aktionen sind in einem Kooperationskalender festgehalten. Dazu gehören auch gemeinsame Fortbildungen der Lehrer und Erzieher, gegenseitige Hospitationen und der Austausch mit und zwischen den Eltern. Der Abstimmungsprozess ist mit dem Kooperationsvertrag keineswegs abgeschlossen. Iris Hansmann sieht noch Entwicklungspotential. So könnte es noch mehr Begegnungen auf Mitarbeiterebene geben und man könnte die Eltern stärker einbeziehen, ergänzt Trudi Knoll, beim Jugendamt zuständig für Schulentwicklungsplanung. Hilfreich wäre es auch, wenn die sogenannte Bildungsdokumentation, die von den Kitas erstellt wird, nicht nur den Eltern, sondern auch der Grundschule überreicht wird. So könne man die Kinder und ihre Stärken im Vorfeld besser kennenlernen und sich darauf einstellen. "Wir möchten, dass Schule auf dem aufbaut, was in den Kitas geschehen ist", sagt Knoll. "Wir schulen aus 30 Kitas ein, da würde es viel bringen, gemeinsame Standards zu haben", betont Iris Hansmann. Die sollen künftig von einer Begleitgruppe in Form eines sogenannten "Übergangsmanagements" für alle Schulen entwickelt werden. "Siegi" und "Richie"
wachsen zusammen Seit gut einem Jahr gibt es das Bildungshaus Weerth-Schule, in dem die damalige Grundschule Hakedahl an der Richthofenstraße und die Weerth-Schule an der Siegfriedstraße zu einer Grundschule mit zwei Standorten zusammengefasst wurden. Intern nenne man die Standorte gelegentlich aufgrund ihrer Straßen "Siegi" und "Richie". Vor dem Zusammenschluss hätte die Grundschule Hakedahl vermutlich kaum Zukunft gehabt. Nun sei man hier auf einem guten Weg: 2014 wurden am Standort Herberhausen wieder 40 Kinder eingeschult; noch ein Jahr zuvor waren es nur 13, erklärt Iris Hansmann. "Wir sind dabei, den Standort zu einer zweizügigen Ganztagsschule auszubauen." Wichtig sei, eine gute soziale Mischung herzustellen. Zwar gelte das Prinzip "kurze Beine – kurze Wege", dennoch gingen nicht automatisch alle Kinder aus dem umliegenden Neubaugebiet zum Standort an der Richthofenstraße. Die Schüler erleben unabhängig vom Ort ihrer Einschulung beide Standorte. Beispielsweise tagt der gemeinsame Kinderrat an der Siegfriedstraße, Geigenunterricht findet im neuen Musikraum an der Richthofenstraße statt. Für den Pendelverkehr kommt der Schulbulli zum Einsatz. In der kommenden Woche startet im Bildungshaus Weerth-Schule eine Projektwoche zum Thema Literatur. Deren Ergebnisse werden am Samstag, 19. September präsentiert.

  2. Kommentare

    Bitte melden Sie sich an