Kreis Lippe . Drogenfahnder der lippischen Polizei haben Anfang der Woche drei Detmolder verhaften, die im Verdacht stehen, seit mehreren Monaten übers Internet einen schwunghaften Handel mit Drogen betrieben zu haben. Bei der Festnahme konnten die Ermittler 4,5 Kilogramm Amphetamin, 100 Gramm Kokain und etwa 1.000 Ecstasy-Pillen im Gesamtwert von Gesamtwert rund 60.000 Euro sowie 10.000 Euro in bar sicherstellen. Langwierige Ermittlungen hätten ergeben, so die Pressemitteilung der Polizei, dass die drei Männer im Alter von 24, 26 und 29 Jahren für ihren Internethandel eine speziellen Verschlüsselungssoftware nutzten, im Fachjargon auch "Darknet" genannt. Die Kunden zahlten dabei mit sogenannten "Bitcoins", einer digitalen Währung, die sich in speziellen Onlinebörsen in Geld umtauschen lässt. Weitere Details zur Arbeitsweise der mutmaßlichen Dealer gebe die Polizei "aus kriminaltaktischen Gründen" nicht bekannt, heißt es in der entsprechenden Pressemeldung. Nach "akribischer Kleinarbeit" fanden die lippischen Fahnder schließlich die viel zitierte "heiße Spur", die letztendlich dazu führte, dass die drei Detmolder Anfang dieser Woche gemeinsam mit einem 53-jährigen Drogenkurier an einer konspirativen Wohnung in Detmold festgenommen werden konnten, heißt es im Polizeibericht weiter. Weitere Durchsuchungen brachten kleinere Mengen verschiedener Drogen, Verpackungsmaterial und PCs zutage, von denen aus der Handel betrieben wurde. Die Auswertung dauert noch an. Alle vier Männer haben teilweise gestanden und sitzen derzeit auf Anordnung des Haftrichters in U-Haft. Nach eigenen Angaben nahmen konnten sie mit ihrem Handel seit Ende 2014 mehrere Tausend Euro pro Monat erwirtschaften. Den Dealern droht eine Freiheitsstraße nicht unter fünf Jahren für "bandesmäßiges Einführen von und Handel mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge".
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Drogenhandel übers Internet
Polizei Lippe nimmt Verdächtige aus Detmold fest
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