Oerlinghausen. "Ich lade Sie zu einer Simulation eines Abfluges vom Airport Paderborn-Lippstadt ein. Diese Tour durch unseren Regionalflughafen erschließt Ihnen am besten die Schritte, die jeder Fluggast vor dem Abheben seiner Maschine durchlaufen muss". Mit diesen Worten begann Tour-Guide Rembert Moenikes seine informative Führung. Die 26 Interessierten der SPD-AG 60 plus aus Oerlinghausen verfolgten zunächst das Einchecken und die Gepäckannahme. Bei ruhigem Publikumsverkehr waren die Personenkontrollen und die Überprüfung des Gewichts der Koffer gut zu beobachten. Der Identitätscheck und die Gepäckkontrolle erfolgen nach EU-Standards. Beim Gepäck gelten strenge Vorschriften. Der Koffer darf bis zu 23 kg, das Handgepäck höchstens 8 kg wiegen. Zudem gilt für das Handgepäck noch ein Größennormmaß, das nicht überschritten werden darf. So passt auch es dann auch sicher in die Ablagen des Flugzeuges. Alle Personen und auch das Gepäck werden gescannt oder durchleuchtet. Heute darf kein Gepäckstück mehr unkontrolliert in ein Flugzeug gelangen. Bei der Durchleuchtung kommt es manchmal vor, dass unklare Teile in Koffern auffallen. In diesen Fällen wird das Gepäckstück geöffnet und genauer untersucht. Verschlossene Koffer müssen dann geöffnet werden. "Ich gebe den Tipp, Koffer nicht abzuschließen", meinte Moenikes. Überrascht zeigte sich die Besuchergruppe von der Mitteilung, dass es auch stichprobenartig Intensivkontrollen in einer von der EU vorgeschriebenen Häufigkeit geben muss. So muss mindestens jedes 8. Gepäckstück genau überprüft werden.
Im weiteren Verlauf der Führung erlebte die Oerlinghauser Besuchergruppe den Identitätscheck. In der Ankunftshalle informierte Rembert Moenikes launig über abhanden gekommene Koffer, über Zollfragen und beantwortete die vielen Nachfragen. So auch, weshalb der Zoll nur bei Nicht-EU-Staaten kontrolliert. Mit einem Bus erkundete man dann das Flugvorfeld. Besondere Aufmerksamkeit fanden die Flughafenfeuerwehr, der Brandsimulator und einige Schrottautos. An ihnen werden immer wieder Lösch- und Rettungseinsätze trainiert. Die Fahrt über eine Nebenbahn des Rollfeldes führte nahe an eine abgefertigte Boeing 757 heran. Deren Start aus nächster Nähe bildete für die meisten das Highlight der Besichtigung. In der abschließenden Kaffeepause im Flughafencafé neben dem Quax- Hangar, wo historische Kleinflugzeuge gesammelt werden, gab es noch lange angeregte Gespräche. Die nächste Erkundung der AG 60 plus gilt der Zuckerfabrik in Lage am 14. Oktober.
