Detmold (hn). Das "Repair Café" an der Robert-Koch-Straße 7 in Detmold, öffnete am letzten Samstag zum ersten Mal mit großem Erfolg seine Türen. Insgesamt kamen rund 40 Interessierte zur Eröffnung, um die Reparatur-Dienste in Anspruch zu nehmen. Getreu dem Motto "Wegwerfen? Denkste!" Die Aktivitäten des "Repair Cafés" werden kostenlos und auf ehrenamtlicher Basis von den Reparaturexperten vor Ort ausgeführt. Reparaturen werden soweit wie möglich vom Besucher selbst durchgeführt; wenn nötig bekommt man Hilfe von den Fachleuten vor Ort. Das "Repair Café" ist kein kostenloser Reparaturdienstleister. Es geht mehr um Hilfe durch Selbsthilfe. Neue Materialien wie Elektrizitätskabel, Sicherungen neue Knieleder sowie Applikationen sind nicht kostenlos und müssen gesondert bezahlt werden. Ein Stuhlbein wackelt, der Pulli hat ein Loch, die Schublade des CD Spielers fährt nicht mehr rein – viele haben Geräte in ihrem Haushalt, die eigentlich zu schade zum Wegwerfen sind. Oft kauft man neue Sachen, weil die Reparatur zu teuer wäre. "Das muss nicht sein", sagte sich eine Gruppe engagierter Lipper und gründete die Initiative "Lippe im Wandel". Das Reparaturcafé ist ihr erstes Projekt. Die Idee stammt aus den Niederlanden, wo es schon viele dieser Cafés gibt. Zur Detmolder Eröffnung kaum auch stellvertretende Bürgermeisterin Christ-Dore Richter, nicht mit einem Gegenstand zur Reparatur, sondern um sich die Sache mal anzusehen. Ziel der Initiative ist es, handwerkliches Know-how und mit dem Umgang mit ursprünglich wertvollen Gütern mehr Achtung zu verschaffen. Reparieren statt Wegwerfen bedeutet aktiven Umweltschutz durch Verlängerung der Lebensdauer von Gütern. Die Reparaturen sind kostenlos, aber über Spenden freut sich die Initiative. Das Café ist an jedem dritten Samstag im Monat geöffnet. Nächster Termin ist der 19. September von 14 bis 17 Uhr. Weitere Infos gibt es im Internet auf "www.lippeimwandel.de". Derzeit werden noch weitere engagierte Fachleute, Handwerker und Kuchenbäcker gesucht, die mitmachen möchten. Auch Werkzeug- und Materialspenden sind willkommen.
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40 Hilfesuchende am ersten Tag
Das "Repair Café"öffnet wieder am 19. September
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