Detmold (mz). Zeitaktuell mit Humor und Charme präsentierte sich die 33. Detmolder Theatermatinée in der Kundenhalle der Sparkasse dem interessierten Publikum. Hans Laven, Vorsitzender des Vorstandes der Sparkasse, eröffnete die Matinée und informierte die knapp 400 Gäste über die Verwendung des Reinerlöses, der auch in diesem Jahr in den Künstlersozialfond fließt. In den Jahren 2013 waren es 2075 Euro und in 2014 1950 Euro. Kay Metzger, Intendant des Landestheaters, führte durch das attraktive Programm. Er öffnete Einblicke in einen hochkarätigen Spielplan mit neuen und bekannten großen Werken. Das Symphonische Orchester des Landestheaters unter der musikalischen Leitung von Generaldirektor Lutz Rademacher begleitete die internationalen Solisten. Mit einer Darbietung aus "Die Fledermaus" stellte sich der neue erste Kapellmeister György Mészáros dem Publikum vor. In Gedanken an den erst kürzlich verstorbenen Förderer des Landestheaters, Prinz Armin zur Lippe, schloss das Programm mit dem 4. Satz aus der 4. Sinfonie von Johannes Brahms. Metzger stellte im Besonderen die neuen Mitglieder des Ensembles vor, die mit einer Kostprobe zu beeindrucken wussten. Thema der Veranstaltung war auch die Ausstrahlung gewachsenen Kulturguts auf den Wohlstand der Menschen einer Region. Mit Blick auf die aktuelle Not der Flüchtlingsströme in Europa regte Metzger an die eigene Kultur zu leben, um Identifikation und Integration zu ermöglichen. Ein besonderes Highlight verspricht die Premiere der Oper "La Bohème" von Giacomo Puccini am 18. September zu werden. Die Solisten Megan Marie Hart und Ewandro Stenzowski berührten stark mit "Mi chiamano Mimi" und "O soave fanciulla". Die wichtigste Lehrerin für Megan Hart wurde die weltberühmte Mezzosopranistin Marilyn Horne. Eva Bernard glänzte mit Ihrer ausdrucksstarken Stimme zu "Csárdás" aus "Die Fledermaus" von Johann Strauss. Die Operette feiert am 30. Oktober Premiere. Die Künstlerin kommt von einem sechsjährigen Engagement an der Aachener Oper an das Landestheater. 2003 war sie Finalistin bei Placido Domingos berühmtem Gesangswettbewerb. Fest im Premierenkalender eingeplant ist die Oper "Zar und Zimmermann" von Albert Lortzing. In heiter, sarkastischer Weise lässt dieser das Abgründige hinter der Biedermeier-Idylle aufblitzen. Der junge Tenor, Stephen Chambers, beeindruckte mit seiner Interpretation von "Lebe wohl, mein flandrisch Mädchen". Er studierte Musik und Psychologie in Neuseeland und Gesang am königlichen Konservatorium in Schottland. Dort schloss er mit Auszeichnung ab. Martin Pfaff, Direktor des Schauspielhauses, stellt von den sechs neuen Künstlern der Schauspielsparte vier persönlich vor: Natascha Mamier und Nicola Schubert, Hartmut Jonas und Robert Oschmann. Gemeinsam mit Natascha Mamier und Nicola Schubert las Pfaff aus der amüsanten Szene "Margarete" aus Goethes "Faust". Natascha Mamier überzeugte in Ihrer Rolle als Margarete. Die junge Schauspielerin Nicola Schubert meisterte das "Gretchen" mit Bravour. Am 2. Oktober feiert die Aufführung Premiere und am 3. Oktober sind die Theaterfreunde zu einem feierlichen Festakt zum 25. Jahrestag der Deutschen Einheit eingeladen. Die Festrede wird Wolfgang Thierse halten. Harmut Jonas interpretierte sehr gelungen die "Ansprache des St. Just" aus Georg Büchners "Dantons Tod". Während Robert Oschmann "Liberation" von "Ja, Panik" gekonnt ins Szene setzt. Weitere Highlights des Schauspiels sind "Endstation Sehnsucht" von Tennessee Williams und "Jedermann" von Hugo von Hofmannsthals. Grit Asperger und Charlotte van Kerckhoven vom Kindertheater Kaschlupp verdeutlichten im Gespräch mit Metzger wie wichtig das Geschichtenerzählen für die Entwicklung von Kreativität und Freude bei Kindern sei. Sie appellierte Kinder an das Theater heranzuführen.
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Kultur führt zu Wohlstand und Identifikation
33. Theatermatinée glänzte mit hochkarätigen Ausblicken auf den neuen Spielplan
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