1. Autoren - verachtet und verfemt

    Dreiteilige Lesereihe in Landesmuseum mit Frank Meier

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    Detmold (la). Als thematische Begleitung der neuen Sonderausstellung "Der Berliner Skulpturenfund. Entartete Kunst im Bombenschutt" startet am Donnerstag, 10. September, 19.30 Uhr, eine dreiteilige Lesereihe mit Frank Meier. "Entartete Kunst" war während der nationalsozialistischen Diktatur in Deutschland der offiziell propagierte Begriff für diffamierte Gegenwartskunst. Die Aktion gipfelte 1937 in der Propaganda-Ausstellung "Entartete Kunst", in der Künstler verspottet wurden. Ihre Kunstwerke wurden aus Museen und öffentlichen Sammlungen entfernt und oft zerstört.

    Nicht nur Künstler wurden mit Berufs- und Malverboten belegt, auch Musiker und Schriftsteller wurden systematisch ausgegrenzt und verfolgt. So verbindet auch die drei Autoren, Felix Fechenbach, Ernst Toller und Erich Mühsam, die Verachtung. Alle drei Autoren waren 1918 an der Revolution in München beteiligt und gerieten danach in politische Haft. Bei aller Verschiedenheit, gar Gegensätzlichkeit, weisen ihre Schicksale eine Gemeinsamkeit auf: Verachtet wurden sie schon Jahre vor dem Machtantritt Hitlers als antiautoritäre Geister und als Juden. Die Lesereihe mit Frank Meier erinnert an sie. Im Mittelpunkt der ersten Lesung steht Felix Fechenbach, dessen Werk und Leben vorgestellt werden. Ab 1929 kämpfte der lippische Journalist Felix Fechenbach gegen die erstarkende NSDAP. Im Sommer 1933 w urde er zwischen Paderborn und Warburg von Detmolder SA- und SS-Männern erschossen.

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