REHBURG-LOCCUM (jan). Die Lebenswelten muslimischer Frauen stehen im Mittelpunkt einer Rehburg-Loccumer "Frauenrunde". Für Mittwoch, den 9. September, 20 Uhr, laden die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt, die türkisch-islamische Gemeinde zu Rehburg-Loccum und der Fachbereich Familie und Integration des Landkreises Nienburg in die Moschee in Rehburg, Starstraße 1, ein.
Wie sieht die Lebenswelt muslimischer Frauen in Deutschland aus und welche Lebensbedingungen finden Sie in Deutschland vor? Was bedeuten etwa die islamischen Rituale und wie sieht es eigentlich in der Moschee in Rehburg-Loccum aus? Das sind nur einige der Fragen, die Hatice Kocak, Generalsekretärin des DITIB Bund der Muslimischen Frauen und Assistentin der Geschäftsführung im Landesverband Niedersachen/Bremen, an diesem Abend beantworten will. Sinndeutungen und Informationen über die Religionsgemeinschaft, Praktiken und Riten sollen beleuchtet werden Die Herkunftsländer stehen ebenso im Fokus, wie auch die Möglichkeiten für muslimische Frauen in Deutschland. "In der Migrationsforschung wurde Frauen lange Zeit nur eine passive Rolle zugedacht. Jedoch entspricht die überwiegende Mehrheit der Migrantinnen nicht dem in den Medien und politischen Debatten oft gezeichneten Bild der unselbständigen, in Heim und Familie isolierten Frau aus dem Süden, die ihrem Ehemann nachgereist ist. Auch sie ist vielmehr berufstätig und pendelt zwischen Berufs- und Familienarbeit. Viele von ihnen haben sich außerdem als gesellschaftspolitische Akteurinnen für eine Verbesserung ihrer Rechte als Frauen, Arbeiterinnen und Ausländerinnen eingesetzt", heißt es in einer Pressemitteilung von Rehburg-Loccums Gleichstellungsbeauftragter Nicole Feldmann-Paske. Als Gastgeberin in der Moschee wird auch Meral Yildiz zur Verfügung stehen, die seit einigen Monaten gemeinsam mit ihrem Bruder Iasan den Vorsitz des Moschee-Vorstandes inne hat. Foto: jan
