Leopoldshöhe (kd). Der Motorsportclub (MSC) Lippe-West hatte zu Mofarennen und Enduro-Rallye auf den Stoppelfelder eingeladen.
Am Samstag begann der sportliche Teil erstmals mit einem Beschleunigungsrennen der Mofas den Lehagenweg hinauf. Mit nur 50 ccm nicht für alle ein Leichtes, zumal es um Bruchteile von Sekunden ging. Das Ergebnis diente für die Startaufstellung um 16 Uhr für das 2-Stunden-Rennen. Dann setzten sich 36 Kreidler-, Puch-, Malaguti und Hercules-Mofas mit der PS-Gesamtzahl eines einzigen Sportwagens in Bewegung - und mit dem gemeinsamen Motorlärm eines wütenden Bienenschwarms. Doch im Verlauf der Renndistanz zog sich das Feld etwas auseinander - und die kleinen Motoren quälten sich die Hügel hinauf und jubilierten in den Abfahrten. Doch es war der Kampf Mann gegen Mann, Mann gegen Strecke oder gegen die Technik, denn einige Teams mussten trotz heftiger Reparaturversuche doch vorzeitig die Segel streichen, obwohl sich der Kurs dieses Jahr in Bestzustand präsentierte. Am Ende gewann die Gesamtwertung mit 85 (!) Runden das Team ZR-Tuning aus Leopoldshöhe, mit Felix Reiter und Olaf Brühl auf Zündapp. Das Team vom MSC Lippe-West, "Vespa Racing", mit Björn Sandmann-Lubzyk (Leopoldshöhe) und Julian Koch (Oerlinghausen) gewannen nicht nur ihre Klassenwertung, sondern am Ende sogar die Meisterschaft, den Linnenbecker Mofa Offroad-Pokal. Am Sonntag gingen die Motorräder und Quads des bundesweit ausgetragenen Enduro-Rallye-Cups an den Start: Während die Quads mit ihrem Start am Morgen noch von der heißen Sonne verschont wurden, ging es anschließend für die insgesamt fast 150 Teilnehmer im wortwörtlichen Sinne heiß her. Sowohl bei dem Lauf um 11 Uhr als auch bei dem Rennen um 14 Uhr, war es in den zwei Stunden Renndistanz gleichermaßen ein Kampf gegen die Hitze. Klassensieger Sirko Bühnemann, international erfahrener Pilot aus dem sachsen-anhaltinischenWolmirstedt meinte anschließend sogar, dass es eines der härtesten Rennen in seinem Leben gewesen wäre. Der Gesamtsieg ging am Ende an den erst 18-jährigen Mika Kordbarlag aus Schloß-Holte Stukenbrock. Der erfolgreiche Motocrosser hatte am Ende fast genau eine Minute Vorsprung. Für die vielen Zuschauer gab es auf den Äckern Einiges zu sehen: Der MSC Lippe-West hatte wieder zahlreiche spektakuläre Hindernisse aufgebaut, vom kompletten Auto, das es zu überqueren galt, sowie Reifenstapel bis zu querliegenden Baumstämmen.
