1. Kneippianer auf Tour durch die Geschichte

    Gruppe besichtigt historische Orte in Potsdam und Berlin

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    WUNSTORF (tau). Potsdam ist eine Reise wert. Das haben 34 Kneippianer aus Wunstorf nach einer fünftägigen Fahrt Anfang Juni festgestellt. Das Arkadien der Hohenzollern ist heute nach aufwändigen Restaurierungs- und Sanierungsmaßnahmen eine Perle der Geschichte.

    Zunächst führte die Anfahrt über Schloss Rheinsberg mit seiner malerischen Lage am Grienericksee. Hier verbrachte Friedrich II. die glücklichste Zeit seines Lebens. Fontane und Tucholsky setzten Rheinsberg ein literarisches Denkmal. Am nächsten Tag gab der Stadtrundgang in Potsdam durch das holländische Viertel zur wieder aufgebauten Mitte Potsdams mit dem Stadtschloss und dem Brandenburger Landtag, zum Alten Markt mit der Nikolaikirche, dem alten Rathaus und dem königlichen Kutschstall einen guten Überblick. Ein Erlebnis der besonderen Art war die "Schlösserfahrt" mit der "Weissen Flotte" vom Hafen in Potsdam über verschiedene Seen und auf der Havel mit wunderschönen Ausblicken auf die Parks Babelsberg und Glienecke mit ihren Schlössern, dem Neuen Garten mit Schloss Cecilienhof. Der Park Sanssouci bietet viel mehr als das Schloss Friedrich des Großen mit den Weinbergterrassen. Ein Rundgang führte durch die verschiedenen Gärten im englischen Stil bis zum Obelisk und Neuem Palais. Am Abend lud das Satire Theater Potsdam, Kabarett Obelisk, zu einem unterhaltsamen und spannenden Programm im Streit um Macht und Kultur mit gekonnten Klavier- und Gesangseinlagen ein. Auf einer Stadtrundfahrt wurde das Belvedere auf dem 76 Meter hohen Pfingstberg erklommen. Ein herrlicher Ausblick über die Havellandschaft belohnte die Anstrengung. Der Weg führte weiter zum Neuen Garten mit dem Marmorpalais am Ufer des Heiliger Sees und zum Schloss Cecilienhof, dem letzten und modernsten Hohenzollernschloss, erbaut im englischen Landhausstil. Hier vereinbarten die Staatschefs der Siegermächte das "Potsdamer Abkommen". Ein Landausflug ging zum Schloss Caputh am Templiner See, dem einzigen erhaltenen Schlossbau der Potsdamer Kulturlandschaft aus der Zeit des Großen Kurfürsten Friedrich Wilhelm von Brandenburg. Ein ganzer Nachmittag war für den Besuch des Filmparks in Babelsberg vorgesehen, wo neben einer Einführung in die Entstehungsgeschichte eines Films auch eine eindrucksvolle Stuntshow geboten wurde. Die Rückreise führte über Schloss Charlottenburg, die größte und bedeutendste Hohenzollernresidenz in Berlin. Foto: privat

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