1. Rasantes Spiel vor kleiner Kulisse

    Leverkusen und Braunschweig testeten in Elbrinxen

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    Elbrinxen (afk). Alle zwei Jahre lädt der TSV Elbrinxen U19- Mannschaften aus den Bundesligen Nord und West kurz vor Saisonbeginn zu einem Vergleichsspiel auf den Isenberg-Sportplatz ein. Namen großer Bundesliga-Vereine wie Borussia Mönchengladbach, Borussia Dortmund, Werder Bremen, HSV und FC St. Pauli zieren mittlerweile die Liste. Jetzt kamen mit Bayer Leverkusen und Eintracht Braunschweig zwei neue bekannte Teams dazu. Allerdings war diesmal die Zuschauerzahl zur Überraschung der Organisatoren mit knapp 300 sehr gering. "Das liegt aber kaum an unserem Konzept, statt auf teure Stars oder Ex-Stars lieber auf den Nachwuchs zu setzen", ist TSV-Vorsitzender Wolfgang Siefert überzeugt. Und wie auch bei den früheren Begegnungen waren diesmal wieder die Verantwortlichen beider Mannschaften mit den Bedingungen und der Gastfreundschaft in Elbrinxen hoch zufrieden. So wie die Nationalspieler Marc-André ter Stegen oder Patrick Hermann, die noch vor wenigen Jahren hier in Elbrinxen als Jugendspieler für Mönchengladbach aufliefen, könnten die Zuschauer auch diesmal wieder noch unbekannte künftige Bundesligaspieler erlebt haben. Die Einlaufkinder der Jugendspielgemeinschaft der Südstadt waren schon jetzt sichtbar stolz, als sie an der Hand der Spieler auf das Spielfeld laufen durften. Die Mannschaften wurden von Jonas Hasse vom TuS Lügde und seinen jungen Assistenten angeführt, der eine hervorragende Leistung als Schiedsrichter in diesem bis zur 70. Minute sehr rasanten Spiel mit vielen Zweikämpfen bot. In der Schlussphase ließen dann die Kräfte bei beiden spürbar nach. Zudem führte Bayer Leverkusen, das spielerisch, taktisch, technisch und physisch den Braunschweigern überlegen war, auch schon deutlich. Am Ende siegten die Mannen von Trainer Peter Hyballa verdient mit 4:1 (2:0). Während die Leverkusener (unter anderem mit einem portugiesischen U19-Nationalspieler) am Spieltag mit dem Bus an- und wieder abgereist waren, hatte der Braunschweiger Trainer Sascha Eickel (er war bereits vor vier Jahren mit der U19 von Borussia Dortmund in Elbrinxen zu Gast) seit Donnerstag ein Trainingslager dort aufgeschlagen, um seiner Mannschaft, die als Neuling in der Bundesliga Nord die Saison als Tabellenfünfter abgeschlossen hatte, den letzten Schliff zu geben. In den Eintracht-Reihen stand mit Luca Fleischmann ein Spieler, dessen familiäre Wurzeln in Falkenhagen und Elbrinxen liegen. Er selbst wohnte mit seinen Eltern in Aerzen und spielte in der C-Jugend in Tündern. Über Hannover 96 führte ihn der Weg jetzt nach Braunschweig, wo er jetzt in der Innenverteidigung agiert. Der TSV Elbrinxen hatte auch diesmal wieder mit seiner Erfahrung aus den früheren Begegnungen und mit der Unterstützung eines engagierten Helferstabes aus den Reihen seiner Mitglieder perfekte Rahmenbedingungen geschaffen. Der sattgrüne Rasen befand sich in einem Top-Zustand, zumal ihn auch die Feuerwehr des Ortes bewässert hatte. Die Getränke- und Imbissstände waren auf den Ansturm vorbereitet, den man problemlos bewältigen konnte. "Vermisst haben wir eigentlich am meisten die Jugendmannschaften hieraus der Umgebung", meinte Siefert. "Eigentlich müssten vor allem die sich doch mit ihren Trainern derartige Spiele anschauen, denn hier gibt es jede Menge abzuschauen. Zudem bekommen sie auch alle freien Eintritt." Dafür sah man unter den Zuschauern aber viele bekannte Gesichter aus früheren Glanzzeiten des TSV, die fachsimpelten und hier und da auch schon mal das Gespräch mit den Spielern suchten. "Ich denke, dass wir in zwei Jahren wieder ein solches Spiel mit U19-Mannschaften durchführen werden", blicke der TSV-Vorsitzende schon etwas in die Zukunft. "Das ist zwar für uns immer jede Menge Arbeit in der Vorbereitung, aber die übernehmen wir auch gern." Auf dem Wunschzettel der Organisatoren stehen schon einige Namen, die man sich in Elbrinxen gut vorstellen könnte. "Aber wir werden es grundsätzlich dabei belassen, jeweils eine Mannschaft aus den Bundesligen Nord/Nordost und West gegeneinander spielen zu lassen. Dieser Vergleich ist für die auch besonders reizvoll, weil sie ja in der Saison nie aufeinander treffen. Vor einer neuen Spielserie ist das dann auch gleich eine wertvolle Standortbestimmung." Für den TSV erfreulich: Alle Mannschaften, die bisher in Elbrinxen auftraten, seien im Umgang durchweg völlig unproblematisch und sehr höflich gewesen. "Starallüren kennen die nicht. Dann macht das für uns auch Spaß, so etwas zu organisieren", gibt Wolfgang Siefert zufrieden zu.

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