1. Mit dem TBV durch Freud und Leid

    Paul-Gerhard Reimann erhält das Bundesverdienstkreuz

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    Lemgo (pro). Seit dem 28. August ist Paul-Gerhard Reimann Träger des Verdienstkreuzes am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. Für sein langjähriges und be-ständiges Ehrenamt für den TBV Lemgo erhielt Reimann die hohe Auszeichnung aus den Händen des Landrats, Friedel Heuwinkel.

    Mit Stolz verwies Heuwinkel auf die besondere Bedeutung, da "im Kreis Lippe nur etwa zwölf Mal im Jahr eine Auszeichnung stattfindet – das in Relation zur Bevölkerung von 350.000 Einwohnern", sei das "i-Tüpfelchen" einer ehrenamtlichen Tätigkeit. Im Falle von Paul-Gerhard Reimann ist das ein Jahrzehnte währendes Engagement, das seines Gleichen sucht: Am 1. Juli 1963 trat der ehemalige Vorsitzende der Lippischen Landes-Brandversicherung dem TBV Lemgo bei und begleitete den Verein über diesen langen Zeitraum hinweg durch Freud und Leid. Einen vorläufigen Höhepunkt erreichten seine Bemühungen mit dem stellvertretenden Vorsitz des TBV von 1993 bis 1996 und im Anschluss bis 2009 als Beiratsvorsitzender. Innerhalb dieser Zeit prägte Reimann den Verein vor allem durch seine Spielerpolitik und die Gründung der "TBV Lemgo Handball-Bundesliga-Spielbetriebs- und Marketing GmbH & Co. KG". Dieser etwas sperrig anmutende Name beinhaltet jedoch das umfassende Aufgabenfeld, mit dem sich Paul-Gerhard Reimann in seiner Arbeit beschäftigt. In seiner Dankesansprache gab er einige Aspekte seines persönlichen "Erfolgsgeheimnisses" preis. Darunter die alles überschreibende Maxime "nach dem Besten zu streben", die er auf einem Zitat von John F. Kennedy gründete: "Wenn man einmal im Leben mit dem Zweitbesten vorlieb nimmt, dann erreicht man immer wieder nur das Zweitbeste." So ist es wenig verwunderlich, dass Reimann genau dies vermied und seine Bemühungen stets auf das Bestmögliche ausrichtet. "Herr Paul-Gerhard Reimann hat beim TBV auch durch die Gründung der GmbH & Co. KG, eine herausragende Professionalität etabliert", lobte auch Landrat Heuwinkel. Dem konnte der 1. Beigeordnete der Stadt Lemgo, Dirk Tolkemitt, nur beipflichten. "Lemgo mag eine Kleinstadt sein – dennoch ist sie Aushängeschild der Region, und unser Handballverein eine Marke, die über die Grenzen des Kreises hinaus bekannt ist, wahrge-nommen wird". Bemerkenswert sei, wie durch ehrenamtliches Engagement bei vergleichsweise geringem Budget ein so wirksames Marketing auf die Beine gestellt wurde und aufrechterhalten würde. Reimann selbst zeigte sich angesichts des Lobs gerührt und verwies seinerseits auf die hohe Relevanz des Ehrenamts als solches, das als schützenswert einzustufen sei. Er habe sich in seinen Bemühungen stets auf das Wesentliche konzentriert. Das Zugpferd, die erste Bundesligamannschaft, spiele zur Unterhaltung des Gesamtvereins eine entscheidende Rolle. Letztendlich gehöre zu allem Erfolg jedoch auch eine Portion Glück, denn "betrachtet man erfolgreiche Persönlichkeiten und ihre Geschichte, so hat jede von ihnen ein Mal zu einem Zeitpunkt einfach Glück gehabt."

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