Lügde (afk). Alle zwei Jahre treffen sich die Löschzüge und Löschgruppen sowie die Jugendfeuerwehren der Großgemeinde Lügde zum Wettkampf um den Stadtbrandmeisterpokal. In diesem Jahr war die Löschgruppe Elbrinxen als Gewinner des letzten Wettkampfes 2013 in Wörderfeld Ausrichter. Insgesamt sieben Stationen hatten die neun Erwachsenen- und vier Jugendgruppen zu absolvieren.
Die Elbrinxer hatten sich als Gastgeber schon einiges einfallen lassen, um möglichst unterhaltsame Aufgaben anzubieten. "Wir haben das im Team gemeinsam erarbeitet", berichtet Elbrinxens Löschgruppenleiter Ulrich Tintel. Alle zu absolvierenden Stationen hatten neben dem Spaß, der natürlich im Vordergrund stand, auch durchaus Bezüge zu feuerwehrtechnischen Anforderungen, die bei ernsthaften Einsätzen natürlich unter ganz anderen Bedingungen auftreten. Dennoch: Der Ehrgeiz aller Beteiligten war durchaus geweckt, und alle Aktiven nahmen die Spiele durchaus ernst. Bei sommerlichen Temperaturen waren speziell die Wasserspiele natürlich sehr begehrt. Da musste beispielsweise an der Storchenstation vorbei eine Wasserstrecke mit acht C-Rohren aufgebaut und eine Zielklappe mit dem Strahlrohr getroffen werden, oder es galt eine Zisterne über eine längere Wegstrecke über eine Balancestande hinweg zu füllen. Ziel einer weiteren Aufgabe war es aus zweimal je vier Saugschläuchen eine Acht zu formen, wobei die beiden Ringe ineinander verschlungen sein mussten. Kraft und Geschick waren gefordert, als es darum ging, einen mannshohen, schweren Strohrundballen über einen Hindernisparcours zu rollen. Was sich bei "Fliegender Teppich" anhört wie ein Märchen aus tausend und einer Nacht, war aber nur für ein Mitglied jeder Gruppe bequemer: Das musste sich von je vier Kameraden in einer Decke tragen lassen, ohne dass dabei der Boden berührt wurde. Wie auch bei den anderen Saufgaben wachten Schiedsrichter darüber, ob die Aufgaben auch ordnungsgemäß absolviert wurden. "Um die Neutralität zwischen den Mannschaften zu garantieren, haben wir dazu Kameraden aus Schieder-Schwalenberg als Schiedsrichter eingeladen, die uns gern dabei geholfen haben", erklärt Tintel. "Wir unterstützen natürlich dort im Gegenzug auch, wenn sie ihre Spiele durchführen." Es ging also alles mit rechten Dingen zu, und so warteten alle gespannt auf die Auswertung der Ergebnisse. Die beste Mannschaft stellte diesmal der Löschzug Lügde, gefolgt von der Löschgruppe Niese, dem Löschzug Rischenau, einer Gruppe aus Lehrgangsteilnehmer aus der gesamten Feuerwehr Lügde, die aktuell Lehrgänge am FAZ in Lemgo besuchen, der Löschgruppe Falkenhagen, der Löschgruppe Sabbenhausen, der Löschgruppe Wörderfeld, der Löschgruppe Hummersen und dem Gastgeber auf dem letzten Platz. Bei den Jugendwehren siegte Rischenau vor Lügde Kernstadt 2, Wörmketal und Lügde Kernstadt 1. Damit wird der Löschzug Lügde 2017 den Wettbewerb um den Stadtbrandmeister-Pokal ausrichten. Die Trophäe überreichte der Leiter der Freiwilligen Feuerwehr Lügde, Wolfgang Kornegger, dem Siegerteam. Natürlich gab es am Rande der Wettkämpfe auch genügend Gelegenheit zum zwanglosen Treffen. "Das ist ja auch der Sinn dieser Veranstaltung", meinte der stellvertretende Leiter der Lügder Feuerwehr, Jörg Jakob. "Hier trifft man sich mal nicht unter Einsatz- oder Dienstbedingungen sondern kann sich in lockerer Atmosphäre unterhalten und feiern. Das fördert auch das Gemeinschaftsgefühl unter den Kameradinnen und Kameraden aus den Feuerwehren der Kernstadt und der Ortsteile." Das war auch der Ursprungsgedanke, der nach der Großgemeindebildung zu diesem Wettbewerb geführt hatte. Ein dickes Lob für ihre hervorragende Vorbereitung und Ausrichtung dieser Traditionsveranstaltung kassierte die Löschgruppe Elbrinxen sowohl vom Stadtkommando als auch von Bürgermeister Heinz Reker als auch von Ortsbürgermeister Hermann Wenneker. "Für uns als Stadt ist es wunderbar zu sehen, wie unbelastet die Atmosphäre zwischen den Feuerwehren der Großgemeinde ist", freute sich der Bürgermeister.
