WUNSTORF (gi). "Zwei Schutzengel stehen vor uns, wir danken ihnen für ihren Mut", sagten Bürgermeister Rolf-Axel Eberhardt und der Leiter des hiesigen Kommissariates, Erster Polizeihauptkommissar Dirk Hallmann. Die beiden Wunstorfer hätten Zivilcourage bewiesen und zwei Menschen vor dem sicheren Tod bewahrt. Am 17. August ging gegen 18 Uhr Gabriele Kreye mit ihrem Schnauzer "Jack" am Mittellandkanal nahe Brücke Weißer Damm Gassi. Eigentlich wollte sie dort gar nicht lang gehen, aber Jack zog diesen Weg vor. Kreye beobachtete, als ein Mann mit seinem Rad in den Kanal fuhr. "Weggucken ist nicht mein Ding", sagte sie. In das Wasser des Kanals musste sie nicht springen, Kreye zog den Mann am Hosenbein heraus. Das war gar nicht so einfach, denn ein vorbeifahrendes Schiff schlug hohe Wellen. Etwa 300 Meter weiter auf derselben Seite saßen drei Angler, die nicht halfen, obwohl die Kolenfelderin um Hilfe rief. Die Retterin rief über Notruf dann die Polizei, es kamen Beamte aus Garbsen. Wie sich herausstellte, war der Mann alkoholisiert, es wurde ein Alkoholwert von zwei Promille festgestellt. Er sprach auch kein Deutsch und wollte zu seiner Unterkunft. Wo der Mann herstammt, ist noch nicht bekannt. Sven Fuchs genoss am 29. Juni seine Freizeit mit einem Aufenthalt am Luther See. Auf der gegenüberliegenden Seite fuhr mit dem Rad ein Mädchen mit ihrem Bruder. Fuchs sah, wie das neun Jahre alte Mädchen in den tiefen See fuhr. Sofort griff sich Fuchs sein Rad und fuhr auf die andere Seeseite. Er zog sich seine Oberbekleidung aus und sprang in das Wasser. Das Mädchen konnte gerettet werden. Sie wurde mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht. Gern hätte der Retter gewusst, wie es der Schülerin gesundheitlich gehe. Vielleicht verständigen die Eltern die Polizei darüber, die die Nachricht dann an Fuchs weitergeben kann. Foto: gi
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Stadt und Polizei sagen danke gleich bei zwei Lebensrettern
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