REHBURG-LOCCUM (jan). Im vierten Jahr bietet die Stadt Rehburg-Loccum Ferienbetreuung für Grundschulkinder an – und hat wegen der großen Nachfrage noch zusätzliche Plätze schaffen müssen.
Im ersten Jahr, sagt Ute Grolms, Leiterin des Familien-Servicebüros der Stadt, habe sie noch Kinder aus umliegenden Gemeinden annehmen können. Da war die Nachfrage nach Ferienbetreuung noch verhaltener. Das hat sich mittlerweile geändert. Jetzt sind ausschließlich Rehburg-Loccumer Kinder dabei. Die haben den Vorrang, denn schließlich übernimmt die Stadt einen Teil der Kosten je Kind, und somit haben die "eigenen" Kinder Vorrang. Auf die eigentlich geplanten zwei Wochen mit Spiel und Spaß für Kinder hat Grolms in diesem Jahr noch drei Tage drauf gelegt. Und für die Woche mit Freizeitbad und Dino-Park in Münchehagen suchte sie zusätzliche Betreuer, um die Gruppengröße aufstocken zu können. 30 Kinder sind es nun, die in der ersten Woche morgens früh um 8 Uhr das Freizeitbad erobern. Das gehört ihnen für die nächsten beiden Stunden jeweils ganz allein – der übliche Badebetrieb fängt erst um 10 Uhr an. Das Bäder-Team der Stadt kümmert sich um die Kinder – ebenso wie auch einige Betreuer von der Rehburg-Loccumer DLRG. "Isabel, kann ich noch einmal rutschen?", ruft eines der Kinder Isabel Jokisch zu, die zu den DLRG-Betreuern gehört. Das kann Annabel gerne und Jokisch steigt flugs mit ihr den Turm zum Anfang der 100 Meter langen Rutsche hoch. Mit dabei haben die beiden eine Luftmatratze. Darauf sitzend sei die Fahrt ins Schwimmbecken nämlich noch viel schneller, erklärt Annabel. Wenige Sekunden später rasen die beiden auch schon mit Karacho und lautem Freudengeschrei ins Wasser. Vor den Spielen im Wasser haben die Kinder aber auch an jedem Morgen die Chance, ihre Schwimmfähigkeiten zu verbessern. Vier Bronze- und zwei Silberabzeichen hat das Bäderteam schon überreicht, einige mehr sollen es noch werden. Ein "Seepferdchen" ist in diesem Jahr noch nicht dabei gewesen, stattdessen aber bei einigen Kindern gute Anfänge zur Wassergewöhnung. Was nach dem Schwimmen kommt, ist ein grandioses Frühstück, zubereitet vom Team der Cafeteria. Ein Zug mit Anhängern, aus Gurken, Mohrrüben und Tomaten geschnitzt, wartet schon darauf, verzehrt zu werden – ebenso wie die Mäuse-Eier mit Radieschen-Ohren und Schnittlauch-Schnurrhaaren. Auf kurzem, Weg geht es anschließend zum Dino-Park und auch da werden die Kinder für weitere Stunden gut beschäftigt. Einmal werden Dinos gebastelt, dann wieder geht es auf Dino-Ranger-Tour und auch ein Besuch im Steinbruch steht auf dem Programm. Begeistert sind die Kinder allesamt von dem, was ihnen angeboten wird. Und auch die Eltern sind dankbar. Wer von ihnen kann sich schließlich den Luxus erlauben, für sechs Wochen in den Sommerferien frei zu nehmen? Ab der folgenden Woche wechselt dann nicht nur das Programm der Ferienbetreuung, sondern auch ein großer Teil der Kinder. Jeweils für eine Woche gilt die Anmeldung, manche nehmen aber auch das volle Programm in Anspruch. In der Evangelischen Heimvolkshochschule Loccum geht es weiter und auch dort ist das Team schon erprobt, was die Ferienbetreuung angeht. Foto: jan
