1. Differenziert entscheiden

    HVV nimmt Stellung zum Konzept

    Dieser Eintrag wird bereitgestellt durch Schaumburger Wochenblatt | Impressum

    Kreis Lippe/Detmold (rto). Als Unterstützung der Bemühungen des Bundes um Klimaschutz hat der Kreis Lippe unter dem Titel ”Klima-Pakt Lippe” ein Klimaschutzkonzept entwickelt, das aufzeigen soll, wie man auf Kreisebene zur Verbesserung des Klimas und der C02-Vermeidung beitragen könnte. Dieses Papier hat sich jetzt die Fachstelle Heimat, Arbeit, Wirtschaft des Lippischen Heimatbundes angenommen und dazu ein umfangreiche Stellungnahme abgegeben. Diese Stellungnahmen stellten Prof. Paul Harff (Leiter der Fachstelle) und Willi Karl Schirrmacher jetzt vor. Das Ergebnis der Prüfung durch den Heimatbund ist auf einen kurzen Nenner gebracht: Es gibt eine Fülle von Vorschlägen, die gut sind. Aber vieles schadet den Klima nach Ansicht der Heimatbund-Fachstelle eher als es hilft. Insgesamt kommt die Gruppe am Ende des sechsseitigen Papiers zu dem Schluss, sich nicht an den Aussagen und Projekten des Klima-Pakt Lippe zu orientieren. Die Fachstelle hält dagegen eine gesonderte, sorgfältige Prüfung der jeweiligen beabsichtigten Maßnahmen für unerlässlich. Grundsätzlich ist die Fachstelle des Lippischen Heimatbundes der Meinung, dass Appelle an die Einsicht allein nicht grundsätzlich sinnlos sind. Auch Verbote oder gesetzliche Regelungen seien nicht grundsätzlich federführend, sagte Prof. Harff bei der Vorstellung des Papiers. "So kann man zum Beispiel nicht grundsätzlich sagen, dass man Altes verschrotten und Neues nehmen muss, um ökologisch zu handeln", sagt der Professor. Vordergründige Beschlüsse seien oft schädlich fügt er hinzu und gibt an Hand von Beispielen dazu eine Erklärung. "Wenn wir beispielsweise nur noch Produkte aus der Region verbrauchen, schaffen wir zwar hier Arbeitsplätze, bauen sie aber woanders ab." Insgesamt findet die Fachstelle des Heimatbundes es durchaus gut, dass der Kreis sich mit dem Thema beschäftigt, sieht dessen Möglichkeiten allerdings als sehr beschränkt an. Die Ergebnisse des umfangreichen Klimaschutzkonzeptes seien problematisch und ständen in keinem Zusammenhang mit dem betriebenen Aufwand und den Kosten sagten die Beiden abschließend.

  2. Kommentare

    Bitte melden Sie sich an