Bad Salzuflen (dib). Die evangelisch-lutherische Kirche der Kurstadt möchte am 20. September ab 14 Uhr am Schliepsteiner Tor einen Begegnungstag zum hochaktuellen Thema "Flüchtlinge in unserer Gesellschaft" organisieren und kooperiert dazu mit der evangelischen Beratungsstelle für Flüchtlinge und Ausländer. Ziel ist es, mit den Passanten ein offenes Gespräch zu führen - nicht über Flüchtlinge, sondern mit ihnen und sie dabei aktiv ins Geschehen einzubinden. "Als wir vor einem Jahr mit den Vorbereitungen dafür begonnen haben, konnten wir nicht ahnen, wie brisant und aktuell dieses Thema gegenwärtig ist", sagt Pfarrer Uwe Wiemann von der Erlöserkirche an der Martin-Luther-Straße. "Wir müssen diese armen Menschen wahrnehmen, wir müssen uns an ihre Seite stellen und ihnen zeigen, wir sind für Euch da." Pfarrer Wiemann, Jutta Nill und Ellen Puls vom Vorstand der Kirchengemeinde, Renate Rose, Peter Hebeisen, Peter Homberg und Pfarrerin Mareike Lesemann als Organisationsteam wollen den Passanten bewußt machen, was Migrant(inn)en an Fähigkeiten in unser Leben einbringen. Sie wollen Menschen auf der Handlungsebene ansprechen, denn einander kennenlernen baut Vorurteile ab und hilft, sich gegenseitig zu verstehen. Renate Rose sagt dazu: "Angst trifft hier auf Angst, von beiden Seiten. Und die kann man nur abbauen, wenn man freundlich aufeinander zugeht und miteinander spricht." Und Peter Homburg erklärt: "Flüchtlinge sind Mitmenschen. Sie kommen mit Ängsten und Tränen, aber auch mit Sehnsüchten und Hoffnungen zu uns. Deshalb müssen wir uns ihrer annehmen und sie trotz Sprachbarrieren willkommen heißen." Und Jutta Nill sagt: "Wir müssen die Sensibilität für dieses Thema wecken. Als Christen müssen wir den Flüchtlingen zeigen, daß sie willkommen sind und durch freundliches Entgegenkommen demonstrieren, wir sind für euch da." Am Sonntag, 20. September sollen die Passanten auf die Aktion aufmerksam gemacht werden. Jugendliche haben die Möglichkeit, sich bei einem online-Planspiel die Erfahrungen von Flüchtlingen zu vergegenwärtigen. Auf einer Bühne soll gemeinsam getanzt und musiziert werden, denn im gemeinsamen Handeln ist es egal, ob jemand Flüchtling ist oder nicht. Wer sich aktiv bei der Flüchtlingshilfe einbringen will, der kann seine Vorschläge in eine Ideenbox einwerfen, und eine Ausstellung verdeutlicht, was Flüchtlinge an Fähigkeiten und Fertigkeiten mitbringen, die uns fehlen würden, wenn sie nicht unter uns leben würden. Unterschiedliche Wollfäden, Naturmaterialien und Stoffreste können an einem großen Webrahmen verflochten werden, um so das Motto "Verwoben in Einer Welt" zu versinnbildlichen. Abgeschlossen wird die Aktion um 17 Uhr mit einer Ökumenischen Andacht, an der auch Vertreter(innen) der anderen Innenstadt-Kirchengemeinden beteiligt sind. Etwa 30 freiwillige Helferinnen und Helfer haben bisher ihre Unterstützung für diese Aktion zugesagt. "Doch das reicht nicht", sagt Pfarrer Wiemann. "Wir brauchen mehr, mindestens 40 bis 50. Dann haben wir die Chance, mit bis zu 1.500 Menschen in Kontakt zu kommen. Und die wollen wir auch nutzen." Am Mittwoch, 9. September findet um 19.30 Uhr im Gemeindehaus der Erlöserkirche an der Martin-Luther-Straße ein Vorbereitungstreffen statt. Dort können sich Freiwillige melden, die diese Aktion unterstützen wollen.
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Begegnungstag in der Stadt
Nicht über Flüchtlinge, sondern mit den Flüchtlingen reden
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