1. Klinik-Park öffentlich machen

    Maßregelvollzug lässt Besucher über Gelände streifen / Minigolfanlage

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    BAD REHBURG (jan). "Das haben wir nicht gewusst!" Nicht gewusst haben viele Menschen vor dem Tag des offenen Parks, dass sich hinter den Gebäuden des Bad Rehburger Maßregelvollzugs ein recht großes Kleinod verbirgt. Auf rund zwei Hektar Fläche befindet sich dort eine Gartenanlage, die gerne von jedem besucht werden darf.

    Die Therapie-Gruppe um die beiden Gärtner im Maßregelvollzugszentrum hat in den Wochen vor dem Tag des offenen Parks noch ein wenig intensiver als zu anderen Zeiten gearbeitet. Das Ergebnis hat sich wirklich gut sehen lassen: große Rasenflächen, sich windende Wege, ein alter Baumbestand und viele entweder lange schon gepflegte oder auch neu angelegte Blumenbeete bestimmen dort das Bild. Entstanden ist der Park ursprünglich um 1886, als an jener Stelle eine der ersten Lungenheilstätten des Ortes entstand. Der Zweck der Gebäudenutzung hat sich geändert – der Park ist geblieben. "Und", betont Jürgen Rust, der den Tag des offenen Parks für die Klinik organisiert hat, "der Park ist keine geschlossene Einrichtung." Einmal im Jahr allerdings wird das Gelände noch etwas öffentlicher gemacht und dann strömen stets Besucher dorthin – von denen immer wieder viele nichts davon wussten, selbst wenn sie in unmittelbarer Nachbarschaft leben. Eingeladen waren die Besucher auch, sich an der Minigolf-Anlage des Geländes zu tummeln oder Boule zu spielen. Zu Kaffee und Kuchen gab es unterdessen Live-Musik. Erstmals hatten einige Patienten der Klinik sich zusammen getan, um ihre Musik öffentlich vorzuführen. Vielfältig - von Hannes Wader über russische Weisen bis zu Punk – war das Konzert, von solchen vorgetragen, die beileibe keine Anfänger in Sachen Musik sind, und außerdem eine wundervolle Untermalung der Stimmung im Park. Die Einladung, im Park des Maßregelvollzugszentrums spazieren zu gehen, besteht auch für alle anderen Tage. Ebenso wie die Einladung, kostenlos eine Runde Minigolf zu spielen. Nur Kaffee, Kuchen und Live-Musik werden nicht an jedem Tag gereicht. Foto: jan

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