WUNSTORF/GARBSEN (mk). Der NLWKN (Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz) hat seine Untersuchungen des Grundwassers in Niedersachsen auf Pflanzenschutzmittel veröffentlicht. Der Wasserverband Garbsen-Neustadt (WVGN) stellt die Lage zu Pflanzenschutzmitteln in seinem Versorgungsgebiet dar.
Beim WVGN sind im Grundwasser und damit auch im Trinkwasser keine Pflanzenschutzmittel sowie keine "relevanten Metabolite" (Abbauprodukte der Pflanzenschutzmittel) vorhanden. Nachgewiesen wurden Rückstände eines "nicht relevanten Metabolites" im Wasserschutzgebiet Forst Esloh. Dabei handelt es sich um ein Abbauprodukt des sogenannten Herbizid Chloridazon, welches zur Unkrautbekämpfung im Rübenanbau zum Einsatz kommt. Nicht relevante Metabolite haben keine Gefährdungswirkung, daher gelten für sie keine Grenzwerte in der Trinkwasserverordnung sondern lediglich gesundheitliche Orientierungswerte.Im Wasserschutzgebiet Forst Esloh liegen keine Überschreitungen des Orientierungswertes vor. Die Landwirtschaft hat in diesem Gebiet einen freiwilligen Verzicht auf Einsatz von chloridazonhaltigen Produkten im Pflanzenschutz in 2010 ausgesprochen. Daher kann von einem langsamen Abbau dieser im Boden vorhandenen Substanzen ausgegangen werden. Unterstützt wird diese Einschätzung durch die Schließung einer Zuckerfabrik sowie einem Anbau alternativer Feldkulturen wie beispielsweise Raps. Der Wasserverband beobachtet die weitere Entwicklung.