Lemgo (ur). Das Weserrenaissance-Museum (WRM) Schloss Brake ist eines der kulturellen Highlights, mit denen sich die Stadt Lemgo schmücken kann. Um die Attraktivität des Museums zu erhalten, besteht der Plan, das Schloss umzugestalten und zu erweitern. Ein solcher Umbau ist eine große finanzielle Belastung für eine Stadt, besonders in Zeiten leerer Kassen. Mit viel Engagement und Herzblut haben daher mehrere Initiativen und Gruppen mit Aktionen wie Konzerten, Tombolas oder einer Kunstauktion gesammelt, um die Umsetzung des Zukunftskonzepts des Weserrenaissance-Museums zu ermöglichen. Ob Staff-Stiftung, Frauen für Lemgo, Initiative Pro Museum, Alt Lemgo, Lippische Gesellschaft für Kunst oder der Freundeskreis des WRM – sie alle und noch viele weitere mehr haben es geschafft, insgesamt 20.000 Euro zu sammeln. "Vom Wechjeben ist noch niemand reich geworden", wie Teda Wellmer von den Frauen für Lemgo auf gut lippisch erklärte, "aber die Geschäftsinhaber, die Waren für eine Tombola zugunsten des WRM gespendet haben, die Käufer der Lose – sie alle werden doch irgendwie reich, wenn der kulturelle Reichtum erhalten bleibt und gefördert wird." Udo Golabeck, der erste Vorsitzende des Vereins Alt Lemgo, übergab bei der Scheckübergabe ein "typisch, lippisches Flachgeschenk"– Geld, das von einer Exkursion übrig geblieben war. Mehr als 120 Personen haben dafür gesorgt, dass die gewaltige Summe zusammen gekommen ist. Drei der großen Spender sind die Stadt Lemgo, der Landesverband Lippe und der Landschaftsverband Westfalen-Lippe. Dank der NRW-Stiftung für Naturschutz, Heimat- und Kulturpflege wird der gesammelte Betrag verdoppelt, so dass jetzt schon 40.000 Euro für den Umbau bereit stehen. Der Umbau sieht eine veränderte Nutzung der Räume im Erdgeschoss vor. Als "Forum Frühe Neuzeit" werden hier multifunktionale Räume entstehen, die musealen Sonderausstellungen ebenso wie Veranstaltungen unterschiedlicher Art dienen. Interessierte können die attraktiven Räume für eigene Veranstaltungen nutzen. Regionalen und überregionalen Akteuren wird ein offenes Forum geboten, von der Podiumsdiskussion, über Konzert, Theater, Vortrag, Chorprobe, Lesung bis zum Poetry Slam. "Wir öffnen das Museum einem breiten modernen Publikum", so Anke Peithman, Verbandsvorsteherin des LVL, über das zukunftsweisende Konzept. Der Umbau soll im Januar 2016 beginnen, nach der großen Sonderausstellung "Weltvermesser – Das goldene Zeitalter der Kartographie". Die Bauzeit wird auf ein Jahr veranschlagt. Im Frühjahr 2017 soll das umgebaute Weserrenaissance-Museum mit einer Sonderausstellung zum Reformationsjahr wiedereröffnet werden.
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"Vom ‚Wechjeben’ ist noch niemand reich geworden"
20.000 Euro für den Umbau des Weserrenaissance-Museums Schloss Brake gespendet
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