Lemgo. Führende werden zu Folgenden, Voyeure zu Beobachteten, Betrüger zu Betrogenen und Mächtige zu Machtlosen – mal freiwillig, mal unfreiwillig, mal beabsichtigt, mal unvorhergesehen. In der kommenden Woche, am 6. September, beginnt die 19. Spielzeit der Freien Theatergruppe Stattgespräch im Lemgoer Kulturbahnhof. Die Spielzeit steht diesmal unter dem Motto "Rollentausch".
Acht Monate lang (bis April 2016) präsentiert die erfolgreiche Lemgoer Theatergruppe wieder Theaterspaß und beste abwechslungsreiche Unterhaltung. Die Zuschauer können sich auf witzige Komödien, spannende und nachdenkliche Schauspiele und leise berührende Momente in über 50 Vorstellungen freuen. Abwechslung im Herbst Der gefeierte Inklusions-Theater-Doppelabend eröffnet die neue Spielzeit. Neben der Spielverlängerung von "Eine Nacht mit Mutter", einem eindringlichen Kammerschauspiel zwischen Mutter und Sohn, steht hier vor allem die Improvisation "Nett, dass Sie da sind…" im Mittelpunkt. Gemeinsam mit der Lebenshilfe Lemgo entstand im vergangenen Jahr ein Inklusionsprojekt mit behinderten und nichtbehinderten Menschen, das für wahre Begeisterungsstürme beim Publikum sorgte. Beide Stücke sind noch drei Mal zu sehen: am 6. und 13. September 2015 jeweils sonntags um 16 Uhr, sowie am Freitag, 11. September 2015, um 20 Uhr. Ebenfalls wieder mit dabei ist die herrliche Komödie "Sechs Tanzstunden in sechs Wochen". Das Publikum erlebt in diesem leichtfüßigen Stück den pointenreichen Beginn einer wunderbaren Freundschaft zwischen zwei ungleichen Charakteren. Das preisgekrönte Stück wird vom 20. September bis 4. Oktober 2015, sowie vom 5. bis 19. März 2016 zu erleben sein. Einige Vorstellungen sind bereits nahezu ausverkauft. Am 24. Oktober geht dann unter der Regie von Katrin Brakemeier die erste Premiere der aktuellen Spielzeit über die Bühne. Die deutschsprachige Erstaufführung von "Die Suppe wird kalt, das Gedächtnis lässt nach" von Bengt Ahlfors ist eine unterhaltsame und nachdenkliche Komödie über die Liebe im mittleren Alter. Bereits mit seinem Stück "Asche und Aquavit" hatte Autor Bengt Ahlfors das Lemgoer Publikum begeistert und man darf gespannt sein, wie diese Neuproduktion die Gemüter erregen wird. Das Schauspiel steht vom 24. Oktober bis 21. November mit insgesamt neun Vorstellungen auf dem Lemgoer Theaterspielplan. Herzhaft lachen in der Winterzeit Ganze drei Jahre war die Super-Weihnachtskomödie "Herren" nicht auf dem Spielplan von Stattgespräch zu finden. Nun kommt sie auf vielfachen Wunsch zurück – dann bereits zum 82. Mal! Das herrliche Weihnachtsdesaster ist vom 28. November bis zum 13. Dezember zu erleben. Die heitere Lachparade "Mog wie dat? – Wie mog dat!" wird (in Hochdeutsch) ab dem 19. Dezember sechs weitere Vorstellungen erleben. Die Lachparade lässt das Jahr 2015 lustig ausklingen und steht bis zum 16. Januar 2016 auf dem Spielplan. Komödien im Frühjahr Der Kultklassiker "Hermanns-Schlacht" steht seit nunmehr 18 Jahren und mit bisher 69 ausverkauften Vorstellungen ununterbrochen auf dem Lemgoer Theaterspielplan. Ein ganz besonderer Clou bei beiden Vorstellungen am 23. und 30. Januar 2016 ist, dass erstmals ein Gebärdendolmetscher die Aufführungen live für Gehörlose und Hörbehinderte übersetzen wird. Wenn ein Lügner unvermittelt zum Belogenen wird, dann ist es wieder Zeit für "Die Wahrheit", die äußerst intelligente Komödie von Florian Zeller. Bereits in der dritten Spielzeit läuft das Stück mit ununterbrochenem Erfolg und wird auch in dieser Spielzeit das Publikum vor die Frage stellen, ob es besser ist, die Wahrheit zu sagen – oder sie doch lieber zu verschweigen. Die Erfolgskomödie wird mit sieben Aufführungen zwischen dem 6. und 28. Februar 2016 bis zur 30. Vorstellung verlängert. Den Abschluss des breitgefächerten Spielplans bildet schließlich im April 2016 eine weitere Premiere. "Der Kredit" von Jordi Galceran zeigt erfrischend komisch, wie schnell sich die Machtverhältnisse zwischen zwei Menschen ändern, ja, am Ende sogar ins komplette Gegenteil verkehren können. Ein spannender und nicht minder witziger Theatergenuss, zu sehen in sieben Vorstellungen vom 2. bis 24. April 2016.
