Kreis Lippe/Extertal-Bösingfeld (pro). Mit der Übergabe des Ausbildungsatlasses 2016 für Ostwestfalen-Lippe an die Klasse 8 der Sekundarschule in Bösingfeld beginnt für die Schüler die Berufsvorbereitung. Zur Überreichung der ersten, noch druckfrischen Exemplare des Nachschlagewerks, hatte sich die IHK Lippe zu Detmold für die noch recht neue Schulform entschieden, bei der zum ersten Mal junge Menschen den achten Jahrgang erreichen. Indem man den 13- bis 14-jährigen den Ausbildungsatlas an die Hand gibt, sensibilisiert man sie zum ersten Mal für ihre Zukunft, bevor es dann in der neunten Klasse ins Praktikum geht, wie Schulleiter Peter Wehrmann plausibel erklärte. Nachdem das erste Exemplar des diesjährigen Drucks den Besitzer gewechselt hatte, traten Axel Martens, Michael Wennemann und Maren Lampe von der IHK in den direkten Dialog mit Schülern sowie Mitgliedern des Lehrerkollegiums. Gleich zu Anfang machte Axel Martens, Hauptgeschäftsführer der IHK Lippe zu Detmold, den Sinn des Besuchs klar: "Wir, die IHK, und ganz besonders die Unternehmen, wollen Euch, die zukünftigen Auszubildenden, kennenlernen!" Wie gut der Atlas seit Jahren auch von Seiten der Schulen und ihrer Schüler angenommen werde, zeige deutlich, dass dieses Interesse auf Gegenseitigkeit beruhe. Auch die Sekundarschule Nordlippe wird den Ausbildungsatlas im Rahmen der Berufsvorbereitung mit den Klassen nutzen und Durcharbeiten. Welche Berufe in dem 260 Seiten umfassenden Wälzer zu finden sind, fanden einige Schüler schon während der Veranstaltung heraus: "Unter welchem Stichwort findet sich mein Traumberuf, Rettungssanitäter?", fragte beispielsweise Yannic Weiß. Axel Mertens wusste die Antwort, dass dieser Berufszweig nämlich nicht unter die 60 Prozent aus Industrie, Handel, und Dienstleistung fällt, die aufgeführt sind. Dafür werden Berufe unter anderem aus der Gesundheit und dem Erziehungswesen auf der Messe "Berufe live!" am 11. und 12. September in Detmold vorgestellt. In jedem Fall sei es jedoch wichtig, praktische Erfahrung zu sammeln, um Vorstellung und Realität abzugleichen: "Das erste Praktikum muss nicht entscheidend sein. Es gibt nichts schlimmeres, als vierzig Jahre in einem Beruf zu arbeiten, der einem nicht gefällt. Orientiert Euch neu", empfiehlt IHK-Vizepräsidentin Maren Lampe. Wichtig sei dann auch das zweite und dritte Praktikum in anderen Bereichen. Michael Wennemann, Ansprechpartner in Detmold für Aus- und Weiterbildung, erinnerte die Anwesenden auch daran, freiwillige Praktika in den Ferien anzustreben. "So sehen die Unternehmen, hier hat jemand aus freien Stücken in seiner Urlaubszeit etwas für seine berufliche Zukunft getan." Mit dem Ausbildungsatlas, der eine Kooperation der Kammern Lippe zu Detmold und Ost-westfalen zu Bielefeld ist, können sich Jugendliche nun zuallererst einen allgemeinen Überblick über mögliche Ausbildungsgänge und Perspektiven verschaffen.
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Wegweiser für die Zukunft
Achtklässler erhalten neuen Ausbildungsatlas
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