1. Netzwerk führt Akteure zusammen

    Impulse für Hospiz- und Palliativversorgung setzen

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    Kreis Lippe/Detmold. Sie sind gemeinsam auf dem Weg – 140 haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter aus Einrichtungen der Altenhilfe und der Hospiz- und Palliativversorgung, aus Verwaltung, Geschäftsführung und Einrichtungsleitung haben sich am Dienstag, 18. August, in den Räumen der Bezirksregierung über die Hospizkultur und Palliativversorgung in Einrichtungen der stationären Altenhilfe in Ostwestfalen-Lippe informiert. Eingeladen hatte die Hospiz- und Palliativansprechstelle des Landes ("Alpha"). Ziel war, Impulse für die weitere Hospiz- und Palliativversorgung in der Region zu setzen. Eine Versorgung, die sich bereits gut entwickelt: "Viele Einrichtungen haben sich schon auf den Weg gemacht", schildert "Alpha"-Leiterin Gerlinde Dingerkus. Das Treffen bei der Bezirksregierung sollte dort ansetzen, wo noch Strukturen oder Wissen fehlen. Dingerkus: "Außerdem möchten wir den Teilnehmern ermöglichen, die Netzwerkpartner aus ihrer Region kennenzulernen." Regierungsvizepräsident Gernot Berghahn sagte zum Auftakt: "Hospizarbeit und Palliativversorgung stellen eine notwendige Ergänzung für Einrichtungen der stationären Altenhilfe dar. Diese Versorgung erfüllt eine gesellschaftlich wichtige Aufgabe. Sie wird sozusagen zum Garanten für eine würdevolle Begleitung von schwerstkranken und sterbenden Menschen sowie deren Angehörigen." Politik, Selbstverwaltung und Träger der Einrichtungen seien deshalb gehalten, Rahmenbedingungen zu schaffen, damit die Leistungserbringer eine bedarfsorientierte Versorgung auch angemessen umsetzen können. Vertreter von so genannten Netzwerkpartnern aus der ambulanten Hospizarbeit und Palliativversorgung stellten ihre Arbeit vor. So ging Dr. Arne Faust aus Detmold für den Palliativmedizinischen Konsiliardienst darauf ein, dass diese Versorgungsform nicht nur ambulant sondern auch in den stationären Einrichtungen genutzt werden kann und auch mit steigender Tendenz in Anspruch genommen wird. Dabei gehe es nicht nur um die Angebote für die Bewohnerinnen und Bewohner, sondern auch um die Unterstützung für das Pflegeteam, sagte Faust. Anne-Meike Thöne vom Ambulanten Hospizdienst Bad Oeynhausen schilderte, auf welche Weise ehrenamtliche Hospizmitarbeiterinnen und -mitarbeiter in den Einrichtungen eine wertvolle Ergänzung in der Begleitung sterbender Menschen sein können. Schwerpunkt der anschließenden Podiumsdiskussion war, dass alle, die in dem großen Netzwerk der Begleitung Sterbender von Bedeutung sind, gesehen und eingebunden werden sollten. Nicht verhehlt wurde jedoch auch, dass die Personalsituation in den Pflegeheimen, die sich seit Jahrzehnten nicht geändert hat, auf den Prüfstand gestellt werden muss, um eine adäquate Versorgung zu gewährleisten. "Alpha" ist die Ansprechstelle in NRW zur Palliativversorgung, Hospizarbeit und Angehörigenbegleitung. Sie begleitet strukturelle Prozesse in der hospizlichen und palliativen Versorgung in NRW. Im Auftrag und mit Förderung des Landes unterstützt und begleitet Alpha zudem Vorhaben, deren Ziel es ist, sterbende Menschen mit verschiedenen Problemlagen gut zu versorgen.

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