Detmold (ck). Auf erfolgreiche 80 Jahre in der Schirrmannstraße blickt in diesen Tagen die Detmolder Jugendherberge zurück. "Wir verzeichnen etwa 24.000 Übernachtungen jährlich und freuen uns besonders auch darüber, dass die Zahl der Familien unter den Gästen deutlich angestiegen ist", erklärt Carl Swobota, der mit seiner Frau Hiltrude seit drei Jahren die Herberge leitet. Er schaut auf die letzten Jahre mit Zufriedenheit zurück. "Rückblickend kann ich sagen, alles was wir angepackt haben, hat geklappt", so der Herbergsvater, der als Nachfolger der Familie von Ackern, die 25 Jahre die Geschicke der Jugendherberge geleitet haben, in dessen Sinne weiter macht. So konnte er auch, obwohl das Wetter so gar nicht mitspielen wollte, zahlreiche Gäste und Ehrengäste, wie die Familie von Ackern, in seinem Haus begrüßen. Das Team hatte ein Familienprogramm zusammengestellt, das deutlich machte, wie groß der Stellenwert der Familien in seinem Haus ist. Den ganzen Nachmittag über konnten diverse Angebote und Spiele genutzt werden. Der Sandbagger wurde zum Schlammbagger, die Feuerwehr ließ Einblicke zu, interaktives Bogenschießen wurde angeboten, Nabu die "Rollende Waldschule" war vor Ort, das Spielmobil hat einiges im Gepäck, Kinderschminken war sehr begehrt und Tanzlehrerin Silke Kortekamp übte mit den Kinder und Jugendlichen Hip-Hop-Tänze ein. "Schade, dass das Wetter nicht mitspielen will, aber erstaunlicherweise nutzen die Kinder auch bei dem Regen die Angebote außen", erklärt Swobota.
"Wir haben 18 Mitarbeiter für 190 Betten hier in Detmold und der Trend von Gruppen- zur Familienunterkunft setzt sich immer mehr durch, das kann ich sehr gut nachvollziehen, da ich ja auch noch drei weitere Häuser in Bad Driburg, Höxter und Horn-Bad Meinberg betreue", so Swobota. Durch den demografischen Wandel kommen weniger Schulklassen, die aber trotzdem weiterhin die Stammkunden der Häuser bleiben. "Unser Schwerpunkt sind mittlerweile die Familien, die immer mehr aufs Geld achten müssen und deshalb unsere Häuser für Wochenendtrips oder für die Ferien gerne nutzen". Die speziellen Familienzimmer in familiärer Atmosphäre kommen gut an. Viele der Gäste nutzen die Zeit bei Kaffee und Kuchen und holten sich Lose für die große Tombola. "Der Hauptgewinn ist ein Familien-Wochenende in einer der vier Jugendherbergen", so der Herbergsvater, der sehr dankbar ist für die vielen weiteren Sachpreise, die von Lieferantenfirmen großzügig gespendet wurden
