RINTELN (ste). Wie kann man sich gegen die Auswirkungen des demografischen Wandels stellen, wie kann man die statistisch nachgewiesene Tatsache "Wir werden älter, weniger und bunter" abmildern? Rinteln sucht seit einem Jahr dazu auch personell eine Antwort. Linda Mundhenke ist die Demografiebeauftragte der Stadt und mittlerweile mit einem Festvertrag und Vollzeit nach ihrer Probezeit gut aufgestellt. Sie stellte dem Rat ihr Handlungskonzept "Die Stadt Rinteln im demografischen Wandel" vor, das Säulen wie stabile Einwohnerzahlen, starke Wirtschaft, generationengerechte Wohn- und Lebensräume umfasst. Die von Linda Mundhenke vorgestellten Handlungsstrategien zur Erreichung dieser Ziele sind umfangreich und richten sich nicht nur an die ältere Generation. Für die will sie Möglichkeiten für Aufgaben nach der Erwerbstätigkeit schaffen, Pflege- und Unterstützungsstrukturen sollen ausgebaut werden, das Familienzentrum soll in seiner Beratungsfunktion gestärkt werden, Ortsteile nimmt die Demografiebeauftragte in ihren Focus, freiwillige Organisationen sollen gefördert werden und insbesondere Neubürgern will sich Frau Mundhenke widmen, denn die sollen nicht nur für Rinteln gewonnen werden, sie sollen auch durch aktive Maßnahmen in die Stadt integriert werden.
Die Reaktionen auf ihr Konzept waren im Rat weitgehend positiv, allein Heinrich Sasse (WGS) ärgerte sich, dass erst auf Anfrage der WGS eine Arbeitsplatzbeschreibung und ein seiner Meinung nach "...bislang noch sehr weiches" Handlungskonzept erstellt wurde. Veit Rauch von der CDU sieht die Stellenbesetzung auch eher kritisch: "Wir werden jetzt noch einmal zwei Jahre genau auf die Arbeit schauen und dann die Ergebnisse überprüfen!" Foto: ste
