LANDKREIS (em). Zur bundesweiten Gründung neuer Schülerforschungszentren schreiben die Stiftung Jugend forscht und die Joachim Herz Stiftung den "Konzeptwettbewerb Schülerforschungszentren" aus. Ziel des gemeinsamen Engagements ist es, diese außerschulischen Lernorte in möglichst vielen weiteren Regionen Deutschlands zu etablieren. Die fünf besten Konzepte werden mit einer einmaligen Anschubfinanzierung in Höhe von bis zu 15.000 Euro für die Realisierung des Projekts ausgezeichnet.
Dr. Jörg Maxton-Küchenmeister, Bereichsleiter Naturwissenschaften der Joachim Herz Stiftung, erläutert das Engagement der Kooperationspartner: "Wir wollen Kindern und Jugendlichen neue Räume ermöglichen, in denen sie selbst eigene Forschungsprojekte durchführen und ihr Interesse an Naturwissenschaften und Technik auch in der Freizeit erleben können. Mit dem ‚Konzeptwettbewerb Schülerforschungszentren‘ schaffen wir einen Anreiz zum Aufbau solcher Orte." Außerschulische Sport- und Musikförderung erfolgt bereits flächendeckend sehr effektiv in Sportvereinen und Musikschulen. Im Gegensatz dazu fehlt Jugendlichen, die an Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) interessiert sind, in den meisten Regionen Deutschlands eine vergleichbare Infrastruktur. Deswegen sollen flächendeckend Schülerforschungszentren als "Sportvereine für MINT-Athleten" initiiert werden, in denen Kinder und Jugendliche ihrer Neigung gezielt nachgehen und durch Projektbetreuer individuell gefördert werden können. Für die Realisierung der Zentren sind die regionalen Akteure unerlässlich: "Die Erfahrungen beim Aufbau der in Deutschland bereits existierenden mehr als 30 Schülerforschungszentren haben gezeigt, dass es im Hinblick auf die Neugründung zielführend ist, auf regionale Kooperationen zu setzen", sagt Dr. Sven Baszio, Geschäftsführender Vorstand der Stiftung Jugend forscht. An dem Konzeptwettbewerb können sich alle Akteure der regionalen Bildungslandschaft beteiligen, als Einzelpersonen oder auch als Projektteams. Bewerbungsschluss ist der 30. September 2015. Aus den Einreichungen wählt eine unabhängige Expertenjury die fünf besten Bewerbungen aus. Bewertet werden vor allem die Qualität des Konzepts und die geplante Verwendung des Preisgelds im Rahmen des allgemeinen Budget- und Finanzierungsplans. Die Sieger des Wettbewerbs werden im November 2015 bekannt gegeben und bei einer Vernetzungstagung Anfang 2016 feierlich ausgezeichnet. Die Ausschreibungsunterlagen zum Konzeptwettbewerb findet man unter www.jugend-forscht.de im Internet. Dort gibt es auch den Best-Practice-Leitfaden "Aufbau von regionalen Schülerforschungszentren" mit vertiefenden Informationen zum Thema.