1. Dem Brandmeister bleibt die Stimme weg

    Klaus Urlacher erhält Ehrenkreuz in Silber / 80 Jahre Feuerwehr Soldorf / "Unsere Zukunft ist sichergestellt"

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    SOLDORF (al). Mit einem perfekten Festwochenende hat die Freiwillige Feuerwehr Soldorf ihr 80-jähriges Bestehen markiert. Zwei Tage lang fanden Besucher aller Altersgruppen ihr Vergnügen – bei Kinderfest oder Katerfrühstück, bei Kaffeetafel oder Kommers. Ein Tanzabend mit Diskoklängen ließ Pfingstens Scheune beben.

    Dass die Soldorfer Brandbekämpfer allen Grund zum Stolz haben, erlebten die Gäste zum Auftakt der abendlichen Feierstunde: 50 Kinder, Jugendliche und Erwachsene reihten sich hinter Ortsbrandmeister Klaus Urlacher, der an den technischen Fortschritt bei der Ausrüstung und die ständige Pflicht zur Aus- und Weiterbildung erinnerte. Sehr glücklich sei die Wehr über das vor vier Jahren übernommene neue Fahrzeug samt Wassertank und Atemschutzgeräten. Ein Lob galt dem zwei Dutzend Jugendliche umfassenden Nachwuchs: "Unsere Zukunft ist sichergestellt." Den Bedarf an ausgebildeten Hilfskräften auch in kleinen Orten stellte Samtgemeindebürgermeister Georg Hudalla heraus. Apelerns Ratsvorsitzender Günther Knief erinnerte an die Anfänge des hiesigen Brandschutzes: Bei der Gründung 1935 traten Lyhrener und Soldorfer zunächst gemeinsam an. Erst drei Jahre später gingen sie eigene Wege. Hinter den Kulissen sorgte der stellvertretende Gemeindebrandmeister Jens Löffler für eine versteckte Regieanweisung: Der hemdsärmelig angetretene Urlacher müsse seine Jacke anziehen. Der Grund: Kreisbrandmeister Klaus-Peter Grote steckte ihm das Abzeichen für 40 Jahre im aktiven Dienst an. Doch Grote hatte noch eine zweite Ehrung parat. Der Bundesverband hatte dem Soldorfer Feuerwehrchef das Ehrenkreuz in Silber verliehen. Angesichts dieser Überraschung blieb dem Brandmeister für Minuten die Stimme weg, während ihm die Kameraden frenetisch zujubelten. Drei weitere erfreute Gesichter hatte es zuvor dank einiger Beförderungen gegeben: Lars Pfingsten ist künftig Erster Hauptfeuerwehrmann. Thorsten Weber wurde zum Oberlöschmeister ausgerufen. Den meisten Beifall erhielt Jugendwart Patrick Reinecke – auch von der ihm anvertrauten Gruppe. Nach den geforderten Lehrgängen ist er jetzt Löschmeister. Foto: al

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