LANDKREIS NIENBURG (jan). Die Wetterlage mit extremer Trockenheit macht der Feuerwehr Nienburg zu schaffen. Bereits seit Tagen ist für Teile Niedersachsens die zweithöchste Waldbrandwarnstufe ausgegeben worden.
Diese Gefahrensituation kümmerte allerdings am Freitag, 12. Juni, zwei junge Männer wenig. Sie hatten sich im Wald "Nienburger Bruch" Schützengräben und Unterstände gebaut. Die Bebauungen dienten ihnen für Kriegsspiele. Um deren ausgedachte Szenerie zu untermalen, ließen die beiden Personen Spraydosen in kleinen Feuern explodieren. Durch die entstandene Geräuschkulisse wurden Passanten in der Nähe des Waldes aufmerksam und informierten die Polizei. Zwei Beamte der Polizei Nienburg erkundeten das Waldstück und fanden die Männer in ihren "Behausungen". Beide Personen wurden in Gewahrsam genommen und die Feuerwehr Nienburg zum Löschen des Feuers gerufen. Unweit des Feuers vom Freitag musste die Feuerwehr Nienburg am Montagvormittag erneut ausrücken. Der Förster, der die alte Einsatzstelle kontrollieren wollte, stellte das neue Feuer fest. Die alarmierten Einsatzkräfte löschten den Brand und bewässerten umliegende Flächen. Die Feuerwehr weist im Zuge dieser Einsätze darauf hin, dass offenes Feuer und das Rauchen in Wäldern nicht erlaubt sind. Bereits kleine Glassplitter und achtlos entsorgte Zigarettenreste können bei der Wetterlage schnell zu einem Flächen- und Waldbrand werden. Foto: privat
