Schwalenberg (la/lig). Was birgt die heimische Wiese an geheimen Schätzen? Welche Pflanzen lässt die heimische Natur wachsen? Antworten auf diese und ähnliche Fragen suchten jüngst die Kinder der Mäuse- und Schmetterlingsgruppe des Kindergartens Wildblume in Schwalenberg mit ihren Erzieherinnen beim Projekt "Löwenzahn und Co.". Ziel war es, mit den Kindern zu erleben und zu erkunden, was eine ganz normale Wiese an Schönheit und Geheimnissen verbirgt. Speziell haben sich die Kinder dabei an zwei Tagen mit dem Gänseblümchen beschäftigt. Dabei lernten sie, dass sie aus dieser Pflanze sogar eine leckere und gesunde Mahlzeit zubereiten können, da sie viele Vitamine und Mineralstoffe enthält. Außerdem zählt das Gänseblümchen seit Jahrtausenden zur Heilmedizin. Angewendet wird sie bei Hautproblemen wie Hautverletzungen oder Ausschlag. Auch zur unterstützenden Therapie bei Husten, Heiserkeit und Halsweh ist sie hilfreich. Besonders interessant fanden die Kinder, dass das Wildkraut durch seine weite Verbreitung viele verschiedene Namen trägt, wie zum Beispiel Tausendschön, Liebesblume, Gießblüemli oder Maßliebchen. Den Namen Gänseblümchen verdankt die Pflanze ihrem Standort, früher war sie häufig auf Gänseweiden zu finden. Gemeinsam mit ihren Betreuerinnen haben die Kinder aus den Blüten und Blättern des Gänseblümchens einen Brotaufstrich, Salat, Pfannkuchen und als Nachtisch die "Gänseblümchen-Wackelpeter-Wiese" zubereitet und verspeist. Eine Besonderheit wartete noch auf die Kinder: Nach einer dreiwöchigen Ruhezeit konnten sie ihr selbsthergestelltes Gänseblümchen-Körperöl hübsch verpackt in einer Glasflasche mit nach Hause nehmen. Außerdem bekamen die Kinder von ihren Erzieherinnen ein Rezeptbuch mit einer ausführlichen Beschreibung des Gänseblümchens an die Hand, damit sie zu Hause die verschiedenen Gerichte nachkochen und nachbacken können.
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Heimische Wildpflanzen
Projekt "Löwenzahn und Co."
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