Bad Salzuflen (la). Einen Prozess, der sich als ein fintenreiches Indizienverfahren zum Mitdenken mit ungeahnten Wendungen erweist, können die Besucher des Kur- und Stadttheaters an der Parkstraße miterleben. "Hokuspokus" oder "Wie lasse ich meinen Mann verschwinden?" bringt die Schaumburger Bühne am Samstag, 20. Juni, um 19.30 Uhr zur Aufführung. Unter der Regie von Jürgen Morche bietet das zwölfköpfige Ensemble somit eine Komödie von Curt Goetz, der als einer der brillantesten Komödienschreiber im deutschsprachigen Raum gilt. Karten im Vorverkauf zu 16 Euro gibt es an der Theaterkasse der Kurverwaltung, Telefon 05222/952909, und bei der Bürgerberatung im Rathaus. Die schmächtige Agda Kjerulf wird angeklagt, ihren Ehemann, den erfolglosen Maler Hilmar Kjerulf, bei einem gemeinsamen Bootsausflug ermordet zu haben. Nachdem ihr Anwalt sein Mandat niederlegt, springt der mysteriöse Peer Bille als sprachgewandter, umtriebiger Verteidiger ein, der aber zuletzt als Geliebter der Angeklagten entlarvt wird und zudem den Mord gesteht. Schließlich nimmt der Prozess eine ungeahnte weitere Wendung. So ist der Anwalt Peer Bille nicht wirklich einer und der Mordprozess gestaltet sich als ein fintenreiches Indizienverfahren zum Mitdenken über einen Mord, der letztlich niemals geschah. Die Handlung der Komödie entwickelt sich zu einer wahrhaft genüsslichen Farce, weil nichts so ist, wie es scheint. Am Ende entpuppt sie sich als Lehrstück und hinreißende Liebeserklärung. Curt Goetz ist einer der meistgespielten Komödienautor deutscher Bühnen, gilt als das Genie des leisen und feinen Humors. "Humor ist nicht erlernbar", pflegte er zu sagen, "neben Geist und Witz setzt er vor allem ein großes Maß an Herzensgüte voraus, an Geduld, Nachsicht und Menschenliebe."
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Ein Mord, der keiner war
Komödie im Kur- und Stadttheater
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