Bad Salzuflen (dib). Das diesjährige Sommerkonzert der Chöre und des Orchesters des Rudolph-Brandes-Gymnasiums vor einigen Tagen in der Konzerthalle im Kurpark begann mit einer Überraschung für die Schüler und das Lehrerkollegium. Jörg Herrmann als Beiratsvorsitzender der Stiftung "Ohne Fleiß kein Preis" und Jörg Lohmann als Beiratsmitglied der Stiftung überreichten Schulleiter Eckhard Brand einen Scheck über 300 Euro als Dank für die musikalische Förderung der Schüler. Ziel der Stiftung ist die Förderung der Bildung junger Menschen ab dem 10. Lebensjahr in den Bildungseinrichtungen der Stadt Bad Salzuflen im sozialen, kulturellen, musischen, sportlichen und schulischen Bereich. Beim anschließenden Konzert konnte besonders der Unterstufenchor unter der Leitung von Musiklehrer Ulrich Seidel die Leichtigkeit des Sommers uneingeschränkt vermitteln. Mit "Tief im Urwald Brasiliano" erzählten sie schwungvoll die Geschichte vom dramatischen Ende eines bösen Räubers, mit Reinhard Meys "Über den Wolken" erinnerten sie noch schwungvoller daran, dass über den Wolken nicht nur die Freiheit grenzenlos sein muss, sondern dass es dort am Tag auch ungetrübten Sonnenschein gibt. Bob Dylans bekanntes "How many roads", bei dem sie musikalisch die Frage stellten, wie viele Fehler die Menschheit noch machen muss, um gescheit zu werden, sowie "Yesterday" und "Yellow Submarine" von den Beatles schmetterten sie unbekümmert und lautstark in die Halle, ohne sich hinter Noten- und Textblättern zu verstecken. Eine großartige Leistung des Unterstufenchores, die vom Publikum in der leider nicht voll besetzten Konzerthalle mit lautstarkem Beifall belohnt wurde. Das Orchester widmete sich mit "YMCA" von den Village People, dem Walzer Nr. 2 aus der Jazz-Suite von Dmitri Schostakowitsch und dem 1. Satz aus dem Violinkonzert D-Dur, KV 218 von Wolfgang Amadeus Mozart anspruchsvollen Musikstücken. Als Solistin des Violinkonzertes glänzte hier Ayumi Linnartz. In "El Condor pasa", einer peruanischen Volksweise aus dem 18. Jahrhundert, die 1970 mit der englischen Version von Simon & Garfunkel weltberühmt wurde, in "La rosa y el clavel", einem chilenischen Volkslied, das Nele Jodeleit und Lea Koring als Solistinnen auf der Querflöte begleiteten und in "A thousand years", die der Mittel- und Oberstufenchor zu Gehör brachten. Vor allem bei "Rhythm of life", das Ulrich Seidel am Flügel begleitete, kamen Freude und Lust auf Sommer voll rüber. Anspruchsvolle Songs auch beim Eltern-Lehrer-Chor (Elch), der mit "Valse avec choeur" von Georges Bizet Sommergefühl in die Halle brachte. Vermisst haben die Besucher in diesem Jahr die Schülerband, die bei vorigen Konzerten mit ihren lautstark gespielten englischen Songs viel Schwung in den Saal brachte. "Die Bandmitglieder hatten einfach zu viel schulischen Stress und zu wenig Zeit zu üben", erklärte Musiklehrerin Barbara Döinghaus. Schade, denn die Band hätte das Konzert sicher noch aufgewertet.
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Chöre und Orchester erfreuen die Zuhörer
Sommerkonzert des Rudolph-Brandes-Gymnasiums in der Konzerthalle
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