1. Präsidententreffen in der Alten Hansestadt

    Mit vielen Projekten ins neue Rotarierjahr – Fokus auf Flüchtlings- und Jugendarbeit

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    Kreis Lippe / Lemgo . Mitten im Hochsommer endet für die lippischen Rotary Clubs das Jahr. Denn zum 1. Juli übernehmen neue Präsidenten für ein Jahr die Führung der Serviceclubs. Die kommenden Präsidenten von sechs lippischen Rotary Clubs haben jetzt in Lemgo vorgestellt, welche Schwerpunkte sie im kommenden rotarischen Jahr setzen wollen. Im Mittelpunkt stehen dabei Hilfsprojekte für Flüchtlinge wie auch für benachteiligte und behinderte Jugendliche in Lippe und der Welt. So will Frank Möllers, ab 1. Juli Präsident des Rotary Clubs Detmold, gemeinsam mit seinen Clubfreunden ab September das Projekt "Balu und Du" fördern. Wie im "Dschungelbuch", sollen junge Erwachsene von weiterführenden Schulen oder Hochschulen als "Balus" sozial benachteiligte Grundschüler, die "Moglis", außerhalb der Schule Tipps und Hilfestellungen bei dem Weg durch den Dschungel des Lebens geben. Gemeinsam mit der Selbshilfegruppe für Kinder mit Down-Syndrom (Trisomie 21) will sich der Club Detmold-Blomberg einer Facette der Inklusion widmen. Ein Jahr lang sollen Down-Syndrom-Kinder und nicht eingeschränkte Jugendliche gemeinsame Kreativworkshops besuchen, die in Kooperation mit der Hochschule für Musik, der Hochschule OWL und der Tanzschule Fricke veranstaltet werden. So solle Verständnis füreinander und Umgang miteinander gefördert werden, erklärte der kommende Präsident Dr. Alexander Goldmann. Der Rotary-Distrikt 1900 - quasi die überörtliche Ebene der Clubs - fördert das Vorhaben mit 10.000 Euro. Eigenmittel wollen die Rotarier unter anderem bei einem Golfturnier am 28. Juni einwerben. Mit dem elffachen Goldmedaillen-Gewinner bei Paralympics und Hornisten Matthias Berg haben sie zudem einen prominenten Redner gewonnen, der ihr Anliegen unterstützt. Berg ist auch als Redner zu den Themen Motivation, Kraft, Gelassenheit und Selbstmanagement gefragt. Der Club Lemgo-Hanse arbeitet an einem internationalen Projekt. Der kommende Präsident Detlev Müller berichtete, dass der Club mit Unterstützung des internationalen Rotary-Verbandes den Ausbau einer Schule in Kumani in Nordindien fördern will. Schon jetzt arbeite der Club eng mit dem Verein zur Förderung von Hilfsprojekten in Indien zusammen, sagte Müller. In Lemgo soll es darum gehen, in Zusammenarbeit mit dem Kastanienhaus Flüchtlingen zu helfen, die in Deutschland nach der ersten Phase ihres Aufenthaltes in ein neues Leben starten wollen. Der Flüchtlingshilfe insbesondere in der Lemgoer Nachbargemeinde Dörentrup werde sich der Club Lemgo-Sternberg widmen, sagte desssen "President elect", Gunnar Möller. Hier wollen die Rotarier die bisher relativ brach liegende Sprachförderung unterstützen. Fritz Udo Krause, der den Club Detmold-Oerlinghausen ab Juli leiten wird, setzt auf die Umsicht und Vernetzung seiner Clubfreunde. Sie alle seien "Projektsucher", sagte Dr. Frank Krause, der den kommenden Präsidenten bei dem Treffen in Lemgo vertrat. Außerdem unterstützt der Club das gerade gestartete Oerlinghausener "Repair Café". Der Rotary Club Lemgo fokussiere sich derzeit auf die anstehenden Hansetage, bei denen sich alle Lemgoer Serviceclubs gemeinsam präsentieren, die Rotarier stellen ihre Serviceorganisation dazu auch in einem eigenen Zelt vor. Auch damit soll die Flüchtlingsarbeit unterstützt werden, sagte der designierte Präsident Jürgen Bartels. Außerdem hält der Club an bewährten Projekten fest: Einmal im Jahr laden die Rotarier die Senioren des Elisenstifts zu einem Ausflug ein, außerdem verkaufen sie Glühwein auf Kläschen, um damit soziale Zwecke zu unterstützen.

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