Lemgo . Der einprägsame Titel des Stückes des Literaturkurses II des Marianne-Weber-Gymnasiums "Cyrill, oder: Der Salamander, der bei Gewitter seinen Schwanz verlor" lässt erahnen, dass es sich um ein besonderes Stück handeln muss. Das ist es. Die Bühne ist ein Kopf. Dieser Kopf gehört einem jungen Mann, der heißt wie ein Sturm: Cyrill. Twentysomething, fast geschieden, zu allem Überfluss Meteorologe. Das Publikum reist mit Cyrill durch seinen Tag: der letzte Traum vor dem Aufwachen, das Chaos im Kopf am Morgen, Stress im Beruf und die gerichtliche Auseinandersetzung mit der Noch-Ehefrau. Es wäre schwer genug zu tragen, wenn da nicht die ganzen Erinnerungen wären, Bilder von früher, die sich mit den Erlebnissen von heute vermischen, dieser eine Tag auf dem Land zum Beispiel, an dem es plötzlich anfing zu regnen, dieser eine Tag, an dem alles anfing oder besser: anfing, aufzuhören. Die Bühne ist ein Kopf, und Gedanken sind etwas, das man sich macht. So ist manchmal nicht klar: passiert das alles wirklich, oder ist das alles nur (aus-)gedacht? Spricht der beste Freund wirklich ein antiquiertes Höchstdeutsch? Ist der Richter wirklich scharf auf Doctor Who? Sollten wir nicht alle ab und zu Marilyn Monroe im Kopf haben? Und ist das Happy End real oder fantasiert? Wer bereit ist für einen starken Sturm im Kopf, wird es am kommenden Montag, 15. Juni, erfahren. Um 19.30 Uhr beginnt das Stück des Literaturkurses II in der Aula des Marianne-Weber-Gymnasiums. Der Eintritt ist frei.
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Literaturkurs macht die Bühne zu einem Kopf
"Cyrill, oder: Der Salamander, der bei Gewitter seinen Schwanz verlor" am 15. Juni
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