WUNSTORF/STEINHUDE (tau). Ergänzend zur Stellungnahme der Stadt (abrufbar im Ratsinformationssystem) haben sich die Fraktionen von SPD und CDU im Rat auf eine gemeinsame Position zur beabsichtigten Ausweitung des Naturschutzgebietes "Totes Moor – Ostufer Steinhuder Meer" verständigt. Im Umweltausschuss gaben die zuständigen Fachpolitiker am Donnerstag jeweils eine Stellungnahme dazu ab. Der Kompromiss sieht vor, dass die Grenze des Naturschutzgebietes (NSG) nordöstlich des Schlammpolders auf einem Rundwanderweg verlaufen soll. Ziel ist unter anderem die klare Erkennbarkeit. Denn nach den bisher vorliegenden Plänen der Region würden sich die künftigen Grenzen an den jeweiligen Grundstücksmarkierungen orientieren, die sich nicht sofort für jedermann erschließen. "Das Gebiet zwischen den bezeichneten Wegen und Ostenmeer ist Landschaftsschutzgebiet und zum Teil besonderes Biotop, das ohnehin den höchsten Schutzstatus hat. Das heißt der wesentliche Schutzzweck ist dort auch so erfüllt", heißt es in der Begründung. Die Wiesen um den Schlammpolder herum sollen ebenfalls nicht in das NSG einbezogen werden, weil sie für eine absehbare Erweiterung des Polders benötigt würden. Die Entschlammung des Steinhuder Meeres müsse auch in Zukunft gesichert sein, so die Einschätzung von Rot/Schwarz.
Die Grünen sehen den Schulterschluss zwischen SPD und CDU kritisch. Sprecher Bernd Reinhold sagte: "Wir akzeptieren keine Große Koalition." Seine Fraktion sprach sich für den vorliegenden Vorschlag der Region aus. Aus Sicht der Grünen könnten es sogar noch mehr Flächen sein, die dem Naturschutzgebiet zugeordnet werden können, so Reinhold. Abgestimmt wurde über die Stellungnahme noch nicht, da zunächst das Votum der betroffenen Ortsräte Klein Heidorn, Großenheidorn und Steinhude gehört werden soll. Die tagen in den kommenden Wochen, so dass mit einer Entscheidung auf Stadtebene erst am 9. Juli gerechnet wird.