LAUENAU (al). Polizei und Staatsanwaltschaft bleiben auch zwei Wochen nach dem Verbrechen an der Lauenauerin Ines K. ihren bisherigen Aussagen treu: "Wir ermitteln weiter in alle Richtungen", wiederholte sich Stadthagens Polizeisprecher Axel Bergmann am gestrigen Freitag. Zugleich schilderte er jedoch den Alltag der immer noch 18 Personen umfassenden Mordkommission "Kamin": "Diese Tat wird mit absolutem Hochdruck bearbeitet." Warum aber konkrete Erkenntnisse auf sich warten lassen, begründete der Beamte mit den Abläufen in einem solchen Fall. "Wir haben einen Riesenwust von Spuren zu bearbeiten." Diese ergaben sich durch Anhörungen und Gespräche und Untersuchungen am Tatort. So seien Spuren am Ort des grausigen Geschehens sichergestellt worden, die "vom Landeskriminalamt und anderen Instituten" ausgewertet würden: Deren Ergebnisse kämen jetzt zurück und würden in das Gesamtbild des Tatverlaufs eingearbeitet. Auf diese Weise ergeben sich "täglich neue Kleinigkeiten". Ob diese Puzzleteile bereits zu einem konkreten Verdacht führen, "möchte ich", so Bergmann wörtlich, "derzeit noch nicht sagen". Dass aber in absehbarer Zeit Licht ins Dunkel jener Ereignisse in der Carl-Sasse-Straße 2 gelangen kann, erwartet auch er: "Die Mitglieder der Mordkommission sind motiviert bis in die Haarspitzen."
Die 42-jährige Ines K. war zur Mittagszeit am Mittwoch, 27. Mai, tot in einem Verbindungstrakt zwischen Wohnhaus und Ausstellungsgebäude des Handwerksbetriebs aufgefunden worden. Unmittelbar danach bildete sich die Mordkommission; Experten untersuchten den Tatort. Exakt eine Woche später forderte die Polizei mit Flugblättern mögliche Zeugen zu weiteren Hinweisen auf. Foto: al
