1. Ein bei uns seltener Gast

    Einzelner Wiedehopf als Durchzügler gesichtet

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    Leopoldshöhe (kd). Kürzlich wurde in einem Garten in Leopoldshöhe-Nienhagen ein seltenes Tier gesichtet: ein Wiedehopf. Während der Futtersuche konnte er fotografiert werden. Zwei Tage später wurde am Großen Holz ein rufender Wiedehopf gemeldet. Der Wiedehopf (Upupa epops) hat eine auffällige Figur und eine ungewöhnliche Lebensweise. Am liebsten hält er sich auf Feldern an Waldrändern auf. Auch Viehweiden bevorzugt der Wiedehopf, da er gern den im Mist lebenden Insekten nachstellt. Da er außerdem den Unrat seiner Jungen nicht aus dem Nest räumt, haftet dem Vogel ständig ein übler Geruch an. Dies trug ihm den Namen "Stinkhahn" ein. Beim Erscheinen eines Raubvogels wirft sich der Wiedehopf platt auf den Erdboden, hält den Schnabel hoch und wartet ab, bis die Gefahr beseitigt ist. Als Brutvogel kommt der Wiedehopf heute zwischen Rhein und Weser nicht mehr vor. Der letzte Brutnachweis wurde 1977 bei Wesel erbracht. Aktuell tritt der Wiedehopf im Kreis Lippe nur noch als seltener Durchzügler auf. Aus den vergangenen 17 Jahren liegen dem Nabu nur fünf Einzelnachweise vor. Wer in den vergangenen Wochen einen auffallend bunten Vogel gesehen oder etwa seine unverwechselbaren Rufe vernommen hat, kann seine Beobachtung unter info@nabu-leo.de melden.

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