Samtgemeindebürgermeister Georg Hudalla war sich sicher: Zu einem früheren Zeitpunkt wäre die Veranstaltung gewiss mehr gefragt gewesen. So aber ging es äußerst sachlich zu. Den Ausführungen von Markus Brockmann (Geschäftsbereich Hameln der niedersächsischen Straßenbauverwaltung), Steffen Arndt (Polizei Bad Nenndorf) und Günter Steierberg (Straßenverkehrsamt des Landkreises Schaumburg) folgen etliche Fragen und auch Vorschläge zur weiteren Verbesserung der Gesamtsituation. Messenkamps Gemeindedirektor Jörg Döpke lobte die beteiligten Institutionen: "Auf die vielen Hinweise aus der Bevölkerung wurde immer sehr zeitnah reagiert." Brockmann erläuterte noch einmal die Gründe für die 1,45 Millionen Euro teure Baumaßnahme. Der vor 50 Jahren verwendete Baustahl für die Brücke sei so spröde gewesen, dass eine Sanierung sich nicht gelohnt habe. Für die neue Querung mit zusätzlicher Belastbarkeit prognostizierte er eine Lebenserwartung" von 90 Jahren. Der Experte zeigte sich zuversichtlich, "im November" die Maßnahme beenden zu können. Arndt räumte ein, dass die Polizei nicht jeden Lkw-Fahrer auf die über Pohle und Hülsede nach Süden führende Ausweichstrecke bringen könne: "Da mogeln sich manche durch." Kontrollen und zusätzliche Baken an der Ausfahrt Pohle hätten jedoch eine deutliche Besserung bewirkt: Weniger Lastzüge suchen den Weg gegen den Strom durch Messenkamp. Dass diese Zahl sich weiter reduziere, ließe sich durch eine weitere Beschilderung bewirken, verlangten einige Zuhörer. So müsse das Abbiegen von Hülsede in Richtung Messenkamp erschwert werden. Auch eine bessere Kennzeichnung der fälligen Fahrtrichtung nach links an der Abfahrt Pohle sei notwendig. Brockmann selbst berichtete von einem "angeordneten" und mit Blinklicht ergänzten Hinweis schon auf der Autobahn, wegen der Sperrung die Abfahrt Rehren zu benutzen. "Das steht da noch nicht", erwiderten sogleich mehrere tägliche Fernstraßennutzer. Auch der Wunsch von Elke Lange (Messenkamp) wurde notiert: Ihr Haus sorgt für eine Engstelle in der Dorfstraße und löst nach ihren Angaben regelmäßig Vollbremsungen aus. Ein Schild soll den Gefahrenpunkt markieren. Udo Meyer (Messenkamp) erneuerte seine Forderung, die Ergebnisse durchgeführter Verkehrszählungen zu veröffentlichen. Sein Nachbar Karl Minne Braaksma beklagte, dass es "immer noch Edeka-Laster gibt, die nicht die Umleitung wählen". Ansonsten bezeichnete er die "momentane Situation als erträglich". Anwesende Landwirte aber verwiesen auf neue Problematiken in der Ortslage Messenkamp, wenn erst die Ernte beginne und überbreite Maschinen zum Einsatz kämen. "Das lässt sich regeln", versprach Brockmann und billigte eine enge Abstimmung zu. Denn voraussichtlich Ende August muss die Kreisstraße von Messenkamp nach Hülsede für drei Tage voll gesperrt werden. Foto: al
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Die Umleitung ist für Bürger "erträglich"
Keine Klagen bei Informationsabend zur Straßensperrung / Bessere Beschilderung erwünscht
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