1. Bundestagsstipendiat 
aus Ankara zu Gast

    Haralali im Regionalbüro der Bundestagsabgeordneten Keul

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    NIENBURG (mk). Im Rahmen eines fünfmonatigen Stipendiums ist Muhammed Volkan Haralali derzeit im Berliner Büro der heimischen Bundestagsabgeordneten Katja Keul, Bündnis 90 / DIE GRÜNEN, beschäftigt. Jetzt hatte er auch Gelegenheit, den Wahlkreis der Abgeordneten kennenzulernen.

    Für Haralali war der Abstecher an die Weser nach eigenem Bekunden "einer der Höhepunkte" des Praktikums. "Ich war neugierig auf die Teilnahme der Bürger vor Ort am politischen Geschehen. Während des Besuches hatte ich die Gelegenheit dies bei einer Veranstaltung zum Thema Suedlink selbst zu beobachten." Haralali ist einer von vier Stipendiaten aus der Türkei, die in diesem Jahr erstmals am Internationalen Parlamentsstipendium IPS teilnimmt. Der Bundestag führt dieses Stipendium in Kooperation mit der Humbold-Universität, der Freien Universität und der Technischen Universität Berlin durch. Das parlamentarische Geschehen in der Türkei ist Haralali bekannt, denn er ist in der Parlamentsverwaltung in Ankara beschäftigt. Parallel zu seinem praktischen Tätigkeit arbeitet der Stipendiat an der Abschlussarbeit für seine berufliche Ausbildung. Er untersucht dabei das Thema, wie Parlamente Nachrichtendienste kontrollieren können - ein gerade aktuelles Thema auch in Berlin. Mit dem Kennenlernen der "Vorzüge und Herausforderungen des deutschen Parlamentarismus" leistet das IPS auch einen "Beitrag für Völkerverständigung und die Festigung demokratischer Werte", betonte Bundestagspräsident Norbert Lammert kürzlich, der ebenfalls einen der vier türkischen Teilnehmer in seinem Büro beschäftigt. In Keuls Wahlkreis standen neben der Veranstaltung zur Suedlink-Trasse eine Teambesprechung mit Keuls Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und eine Feldrundfahrt des Landvolkes auf dem Programm Haralalis. Mit Karim Iraki vom Vorstand der Nienburger Grünen besuchte der Bundestags-Stipendiat die DITIP-Gemeinde in Nienburg. Dass Iraki als Nienburger Stadtrat und stellvertretender Bürgermeister von Langendamm bei der muslimischen Gemeinde in Nienburg bestens bekannt und geschätzt ist konnte Haralali ebenso feststellen, wie das Interesse seiner Landsleute an seiner Arbeit und dem Stipendium im Bundestag. Aber auch den Nienburger Wochenmarkt lernte Haralali kennen und schätzen: "Den berühmten Spargel genießen zu dürfen war einfach ein Bonus dazu. Ich bin sehr dankbar dafür, dass ich mich in Nienburg so willkommen fühlte und vieles lernte, das ich auf meiner Rückkehr in die Türkei nach dem Programm mitnehmen werde." Foto: privat

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