1. Schützenfest erhält wieder mehr Zuspruch

    Festumzug mit 1105 Teilnehmern / Alle Plätze beim Bürgerfrühstück vergeben / "Kamelle" und Obst für Zuschauer

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    WUNSTORF (gi). Dass beim Wunstorfer Schützenfest an allen Tagen die Sonne scheint, es sommerlich warm ist und kein Regentropfen fällt, ist eher die Ausnahme. Darum geht wettermäßig dieses Fest als eines der besten in die Geschichte ein. Aber auch sonst gibt es nur Positives zu berichten, es geht langsam wieder aufwärts mit der Akzeptanz des Festes in der Bevölkerung. Ein Selbstläufer ist zu Beginn der drei tollen Tage der Kinderschützenfestumzug mit rund 800 Jungen und Mädchen aus den drei Grundschulen der Kernstadt. Am Abend stimmten sich die Offiziellen erst einmal mit den von den Kompanien zubereiteten "Atomhappen" ein. Dann eröffnete Bürgermeister Rolf-Axel Eberhardt das Fest mit "warmen Worten und kühlender Bürgermeisterkette". Er ging auf ein Gutachten von Professor Dr. Manfred Rasche ein, dass die Stadt keine Stadtrechte habe. Darum werde "gekämpft", sagte ein schmunzelnder Bürgermeister. Die Stadt sei echt und das Schützenfest gehöre als traditionelles Fest dazu. "Unser Schützenfest ist so wertvoll, weil wir auch seit vielen Jahren Schützenköniginnen haben", berichtete Eberhardt. Am Sonnabend wurden vom stellvertretenden Bürgermeister Ulrich Troschke die Kompanien und Vereine vor dem Rathaus begrüßt. Kommandeur Jörg Uebelmann und Adjutantin Anke Drude meldeten zum Abmarsch des großen Festumzuges 1105 Teilnehmer. Darunter auch eine Abordnung des Fliegerhorstes. Der Umzug konnte sich erneut sehen lassen, viele Menschen an den Straßen winkten den Marschierern zu, auch gab es reichlich "Kamelle" oder Obst vom Kinderschutzbund. Nichts Neues ist zu vermelden über die Beteiligung der Ratsfrauen und Ratsherren, sie war mäßig. Wie es gehen kann, zeigten vier mitmarschierende Mitglieder des Jugendparlamentes, die auch noch beim Kaffeetrinken dabei waren. Am frühen Abend lud Kommandeur Jörg Uebelmann zum Essen ein, neben essen und trinken wurde wie immer die erste Manöverkritik zum bisherigen Festablauf geübt. Zu den Kommandos während des Umzuges gab es humorvolle Äußerungen. Der Festabend stand im Zeichen der Band "The Jetlags". Die Musiker ziehen immer mehr Menschen in ihren Bann, das Zelt war rappelvoll, die Stimmung bestens. Sonntagmorgen empfing der Bürgermeister die geladenen Gäste in der Abtei, es ging dann gemeinsam zum Bürgerfrühstück. Dieses Mal waren alle Plätze belegt, was in den letzten Jahren nicht so war. Schmissige Musik vom Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr Kolenfeld unter der Leitung von Michael Tewes trug zur guten Stimmung bei. Bürgermeister Rolf-Axel Eberhardt ging in seinem Grußwort auf den Umzug tags zuvor ein, er sei toll gelungen. "Häufig werden Schützenfeste als die letzte Männerdomäne betrachtet. In Wunstorf ist das gottlob anders, wir haben schon Adjutantinnen gehabt und natürlich auch Schützenköniginnen", so Eberhardt. Ohne Frauen wäre das Schützenfest so gut wie ausgestorben. Der Bürgermeister rief allen zu: "Tradition und Brauchtumspflege ist für alle ein Muss". Und auch das gehört zum Schützenfest dazu: Bürgermeister Rolf–Axel Eberhardt und Ortsbürgermeister Thomas Silbermann beendeten Sonntagabend das Fest mit einem gemeinsam getrunkenen warmen Schnaps. Dann freuen wir uns alle auf das Schützenfest 2016. Foto: gi

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