WÖLPINGHAUSEN (mk). Eine Intensivtherapie am Steinhuder Meer für stotternde Jugendliche ab 13 Jahren und junge Erwachsene organisiert das Institut für Sonderpädagogik der Leibniz Universität Hannover. Unter der Leitung von Dr. Christiane Miosga und Dipl. Päd. Jana Pflughoft sowie eines erfahrenen Teams von Therapeutinnen und Therapeuten lernen die Teilnehmenden zunächst, sich mit sich selbst und dem eigenen Sprechen auseinanderzusetzen, um dann im Anschluss das eigenen Kommunikationsverhalten neu zu erarbeiten und zu gestalten. Das Sommercamp im Pfarrhof Bergkirhen in Wölpinghausen dauert vom 24. Juli bis zum 2. August.
Das Team besteht aus Mitarbeiterinnen der Abteilung Sprach-Pädagogik und –Therapie der Leibniz Universität Hannover, Sprachtherapeutinnen und –therapeuten, Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen aus anderen pädagogischen Bereichen sowie Tutoren, Tutorinnen und Studierenden des Lehrgebiets Sprach-Pädagogik und -Therapie. Das im Jahre 2014 erstmal durchgeführte Invivotraining und die Nachsorge via Skype sind inzwischen feste Bestandteile des Konzeptes, die sich speziell mit dem Übertrag in den Alltag beschäftigen. Das grundlegende Konzept der Team-Gruppentherapie (TGT) nach Prof. R. Bindel ist in den vergangenen Jahren immer weiter entwickelt worden und stellt inzwischen eine breit kombinierte, integrative Methodenauswahl dar, die spezifische Sprechtechniken beinhaltet und sich zudem handlungsorientierter theater- und medienpädagogischer Elemente zur Schulung von Ausdrucksverhalten und Präsentation bedient. Das Gleichgewicht zwischen der Teilnehmergruppe und dem Betreuerteam ermöglicht sowohl eine intensive und individuelle Unterstützung, als auch viele Gelegenheiten zu Kommunikation und Austausch mit unterschiedlichen Dialogpartnerinnen und -partnern. Ausflüge zum Steinhuder Meer, Theaterworkshops sowie ein vielfältiges Sportangebot runden das Therapieprogramm ab und bieten Raum für Anwendung und Festigung des Gelernten auch außerhalb der Gruppe. Eine Anmeldung ist unter www.sommercamp-stottern.de möglich. Eine Übernahme der Therapiekosten durch die Krankenkasse ist meist möglich.